Kriminalitätsstatistik: Diebstahl hat in Ascheberg Hochkonjunktur - mehr Fahrradkontrollen

ASCHEBERG 691 Straftaten wurden im vergangenen Jahr in der Gemeinde Ascheberg begangen, davon konnten 281 aufgeklärt werden. Das entspricht einer Aufklärungsquote von knapp 41 Prozent.

von Von Kathrin Strehle und Wolfgang Gumprich

, 26.03.2009, 17:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Von 81 Fahrraddiebstählen in Ascheberg 2008 konnte bis jetzt keiner aufgeklärt werden.

Von 81 Fahrraddiebstählen in Ascheberg 2008 konnte bis jetzt keiner aufgeklärt werden.

Dies besagt die Kriminalitätsstatistik 2008, die die Polizei des Kreises Coesfeld jetzt vorstellte. "Ob Gewalt- oder Straßenkriminalität, häusliche Gewalt, Diebstahl, Körperverletzung oder Einbruch, all diese Straftatbestände sind zahlenmäßig im Kreis Coesfeld zurückgegangen", berichtete Ulrich Kinitz, Leiter der Direktion Kriminalität bei der Kreispolizei.

Ein Erfolg für die Polizei, die laut Landrat Konrad Püning froh darüber ist, dass die Bürger im Kreis Coesfeld in einer im landesweiten Vergleich relativ sicheren Umgebung leben. Kfz-Aufbrüche am häufigsten Am häufigsten wurde in Ascheberg geklaut: 371 Mal, so stellt die Statistik fest, die meisten Diebstähle waren Kfz-Aufbrüche (92). 41 Diebstähle konnte die Polizei aufklären, das entspricht einer Aufklärungsquote von 11,05 Prozent. 81 Fahrräder wechselten 2008 unerlaubt ihre Besitzer, kein Dieb konnte dingfest gemacht werden. Nur 4,98 Prozent der Fälle konnten kreisweit gelöst werden. "Daraus haben wir Konsequenzen gezogen", sagte Kinitz. Es habe in diesem Jahr spezielle Fahrradkontrollen gegeben - diese sollen ausgeweitet werden.

Hoch ist die Aufklärungsquote hingegen bei Roheitsdelikten: Drei Raubüberfälle sowie 51 von insgesamt 53 Körperverletzungen wurden in der Gemeinde aufgeklärt. Bei einem Drittel aller Sachbeschädigungen fand die Polizei den oder die Täter.Viele 14 bis 18-Jährige Die meisten der 259 Tatverdächtigen ist über 21 Jahre alt (200), auffällig die Gruppe der 14 bis 18-Jährigen, sie stellt mit 27 den höchsten Anteil, es gibt allerdings auch 10 Tatverdächtigte, die unter 14 Jahre alt sind. Von den insgesamt 259 Tatverdächtigen sind 19 weiblich.

Prävention steht für die Polizei in diesem Jahr an. So sei man bereits vor den Geschehnissen in Winnenden in Schulen gegangen, um Eltern über Gefahren im Internet aufzuklären.