Laienspielschar feiert Generalprobe des plattdeutschen Theaters

Premiere am 29. Dezember

Die Laienspielschar Herbern konnte bereits bei der Generalprobe ihres plattdeutschen Stückes die ersten Zuschauer für sich gewinnen. Für die Premiere am Freitag, 29. Dezember, reicht das aber noch nicht. Das ganze Ensemble will dann noch einmal alles rausholen.

Herbern

, 26.12.2017, 17:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das ausgesuchte Publikum der Generalprobe hatte seine Freude an dem Stück „Een Butler op’n Buurnhoff“.

Das ausgesuchte Publikum der Generalprobe hatte seine Freude an dem Stück „Een Butler op’n Buurnhoff“. © Claudia Hurek

Mit dem Besuch der Generalprobe der Laienspielschar Herbern „läuten wir für uns offiziell die Weihnachtszeit ein“, sagt Beatrix Mönster. Gemeinsam mit Ehemann Heiko und ihren drei Kindern besucht sie bereits seit vielen Jahren die plattdeutschen Theaterstücke der heimischen Laienspielschar.

„Een Butler op’n Buurnhoff“ heißt das Stück von Hans Schimmel und Wolfgang Binder, das nach kreativer Pause im vergangenen Jahr am Freitag, 29. Dezember, Premiere feiert. Für die Darsteller hieß es in den letzten Wochen üben, üben und nochmals üben. Dass sich dies auszahlt, davon konnten sich die Besucher am vergangenen Samstag überzeugen. Traditionell waren zur Generalprobe Kinder, Senioren, Rollstuhlfahrer sowie die Bewohner des Malteserstifts St. Benedikt eingeladen.

In der Vorbereitung übten die Laien vor allem ihre plattdeutsche Aussprache.

In der Vorbereitung übten die Laien vor allem ihre plattdeutsche Aussprache. © Claudia Hurek

In der „Maske“ herrscht kurz vor dem Auftritt noch wuselige Geschäftigkeit. Die Darsteller werfen einen letzten Blick in die Textbücher, während Friseurin Martina Nachtmann die Laienschauspieler frisiert und schminkt.

Vor 29 Jahren zum ersten Mal auf der Bühne

Manfred Neuhaus stand vor 29 Jahren zum ersten und einzigen Mal bei einem plattdeutschen Theaterstück auf den Brettern, die die Welt bedeuten. „Ich freue mich sehr, dass ich jetzt in diesem Stück mitspielen darf. Es hat bisher einen riesigen Spaß gemacht.“

Besonders die richtige Aussprache wurde wieder und wieder einstudiert, da viele der Darsteller nicht wirklich das „Herberner Platt“ beherrschen. Auch Peter Schulze Horn, der vor sieben Jahren bereits schon einmal mitgewirkt hat, ist ziemlich aufgeregt. „Carolin Frigge, die gemeinsam mit Andreas Nienhaus und Walburga Sennekamp die Regie führt, hat mich überredet.“

Spielszene aus dem Stück „Een Butler op’n Buurnhoff“ der Laienspielschar Herbern.

Spielszene aus dem Stück „Een Butler op’n Buurnhoff“ der Laienspielschar Herbern. © Claudia Hurek

Aber auch alte Hasen wie Veronika Rupke können das Lampenfieber nicht verdrängen. „Bis kurz vorher ist man schon sehr aufgeregt. Wenn man dann aber auf die Bühne tritt, ist alles gut und die Anspannung fällt von einem ab.“

Das Stück handelt von Bauer Bernd Lammers und seiner Schwester Maria, die neben der Landwirtschaft auch Fremdenzimmer vermieten und einem Butler, den Maria für eine Woche in einem Preisausschreiben gewonnen hat.

Junge Besucherinnen der Generalprobe

Die jungen Besucherinnen Marleen (14) und Eva (15) kommen bereits seit vielen Jahren zur Generalprobe und beide haben bereits schon einmal einen plattdeutschen Lesewettbewerb gewonnen. Gemeinsam mit Rebekka (13) und Louisa (11) sind sie der einhelligen Meinung, dass auch dieses Theaterstück wieder ein voller Erfolg wird.

„Es ist doch schon gut gelaufen“, so Paul Ophaus, Vorsitzender der Laienspielschar. „Wir werden jetzt bis zur Premiere noch ein wenig Feintuning betreiben.“

  • Für die Aufführungen am 29. und 31. Dezember in der Aula an der Altenhammstraße sind noch wenige Restkarten zu haben.
  • Diese können zum Preis von 8 Euro direkt bei Paul Ophaus, Werner Str. 16, abgeholt werden. Tel.: (02599) 644.
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