Lokal online shoppen in Ascheberg: Bund fördert digitalen Marktplatz

Digitaler Marktplatz

Ob Schuhe vom örtlichen Schuhgeschäft oder Nudeln und Gemüse vom Hofladen: Der digitale Marktplatz „Lorena“ soll den lokalen Einkauf in Ascheberg online ermöglichen. Dafür gibt es jetzt Geld vom Bund.

Ascheberg, Herbern, Davensberg

, 23.07.2021, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
In Ascheberg, Nachbarstädten und anderen Städten des Kreises Coesfeld geht bald ein digitaler Marktplatz an den Start. Die Ware wird den Kunden auf Wunsch geliefert.

In Ascheberg, Nachbarstädten und anderen Städten des Kreises Coesfeld geht bald ein digitaler Marktplatz an den Start. Die Ware wird den Kunden auf Wunsch geliefert. © Lozuka GmbH

Lokale Einzelhändler und Direktvermarkter aus den Kommunen Ascheberg, Billerbeck, Coesfeld, Drensteinfurt, Havixbeck, Nottuln, Rosendahl, Senden und Sendenhorst sollen künftig gemeinsam auf einem Online-Marktplatz anzutreffen sein – und die bestellten Waren gebündelt ausliefern. Mit dieser Projektidee hatten die neun Städte und Gemeinden aus den Kreisen Coesfeld und Warendorf unter Federführung der Gemeinde Senden jetzt beim Förderaufruf „Heimat 2.0“ des Bundesinnenministeriums Erfolg. Senden als Teil des Projektes wurde als eine der 12 ersten Modellregionen ausgewählt. Alle 12 bekommen in einem ersten Schritt für ihre Projekte 250.000 bis 650.000 Euro.

Geplant ist, dass die Händler ihre Waren auf eine gemeinsame Online-Plattform stellen. Die Kunden können so über eine Plattform gleichzeitig in mehreren Geschäften einkaufen und zahlen nur einen Gesamtbetrag. Das System verbucht die Zahlung automatisch auf die einzelnen Geschäfte. Die Lieferung an die Kunden erfolgt innerhalb eines vorher festgelegten Zeitfensters. Auch eine Abholung an Pick-Up-Stationen soll möglich sein.

Bücher aus der Buchhandlung nebenan liefern lassen

Doch bis es soweit ist, muss noch einige Theorie in die Praxis umgesetzt werden. Um Fragen nach dem Angebot und der Logistik zu beantworten, startet nun das Projekt mit dem Namen „Lorena“, um einen gemeinsam digitalen Marktplatz zu entwickeln. Dieser Auftrag wird von zwei Projektmanagerinnen umgesetzt. Elena Geuking erklärt das Ziel des Projekts in einfachen Worten: „Kundinnen und Kunden sollen komfortabel online einkaufen können, so wie sie es von großen Anbietern gewohnt sind. Konkret: Die Bücher aus der lokalen Buchhandlung bestellen, ein paar Freilandeier und eine neue Hundeleine? Kein Problem, alles wird auf einer einzigen Plattform angeboten, einheitlich abgerechnet und auf Wunsch geliefert. Da es schwieriger ist, ein solches Angebot auch im ländlichen Raum kostendeckend anzubieten, sind wir zunächst auf der Suche nach einer intelligenten Logistiklösung, die nachhaltig, also über den Förderzeitraum hinaus bestehen bleibt.“

Dabei erhält das Projektteam wissenschaftliche Unterstützung. Geuking: „Vier Studentengruppen aus dem Fachbereich Logistik der Fachhochschule Münster haben sich schon mit den Anforderungen auseinandergesetzt.“ Vor der Ausgestaltung der konkreten logistischen Lösung werden die beiden Projektleiterinnen zunächst eine umfassende Analyse starten. Dazu untersuchen sie unter anderem bereits bestehende, gut funktionierende Projekte und welche regionalen Besonderheiten vielleicht anders gelöst werden sollten. Im Herbst wollen die beiden dann von der theoretischen Auseinandersetzung in die Praxis wechseln und die Ergebnisse möglichen Projektpartnern vorstellen.

Lesen Sie jetzt

Am Mittwoch kam es auf der B58 in Ascheberg zu einem Zusammenstoß von zwei Fahrzeugen. Dabei wurden eine Lüdinghauserin und ein Dortmunder verletzt. Die B58 war für eineinhalb Stunden gesperrt. Von Carina Strauss