Mit Bordstein keine verkehrsberuhigte Zone

Altenhammstraße

Aufgehoben ist vielleicht nur aufgeschoben. Auch wenn die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Coesfeld ihre Zustimmung zur Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereiches auf der Altenhammstraße zurückgezogen hat, sind die Pläne nicht gestorben. Die Gemeindeverwaltung hat bereits Plan B in der Schublade.

HERBERN

von Von Arndt Brede

, 04.09.2012, 17:04 Uhr / Lesedauer: 1 min

Warum ist das nötig? Weil die Straßenverkehrsbehörde bei einem Ortstermin festgestellt habe, dass die straßenverkehrsrechtlichen Rahmenbedingungen für die Umsetzung nicht vorliegen, wie Bürgermeister Dr. Bert Risthaus in einer Presseinformation schreibt.

Grund: Im Einmündungsbereich Neuenhamm-/Altenhammstraße werden Fußgänger und motorisierter Verkehr auf einem Teilstück durch einen Bordstein getrennt. Eine solche Trennung sei in einem verkehrsberuhigten Bereich nicht zulässig, zitiert Risthaus die Behörde. Die habe dann auch angekündigt, die vorherige Zustimmung zur Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereichs zurückzunehmen.Alternativen sind möglich

Es seien jedoch Alternativen denkbar, die im Arbeitskreis "Verkehr" und im Fachausschuss unter Beteiligung der Anlieger und der Bürger diskutiert werden könnten:

Alternative A: Nach Beseitigung der Hochborde und bei einem niveaugleichen Ausbau könnte mittels eines Verkehrszeichens ein verkehrsberuhigter Bereich auf der Altenhammstraße ab Einmündung Neuenhammstraße bis in Höhe der Haus-Nummer 42 (ehemals Café Homann) angelegt und mit dem vorhandenen verkehrsberuhigten Bereich des Baugebietes Neuenhamm verbunden werden. Die Kosten der Baumaßnahme würden rund 7500 Euro betragen, die im Haushalt 2013 oder überplanmäßig im Haushalt 2012 bereitgestellt werden müssten. Im weiteren Verlauf der Straße, also im Bereich des Buswendeplatzes, ist das hingegen nicht möglich, da hier eine umfangreiche bauliche Trennung besteht.

Alternative B: Unter der Voraussetzung der baulichen Maßnahme zu Alternative A wäre es möglich, den verkehrsberuhigten Bereich auf der Altenhammstraße ab der Einmündung Münsterstraße einzurichten, mit dem vorhandenen verkehrsberuhigten Bereich des Baugebietes Neuenhamm zu verbinden und nach einer Änderung der Beschilderung (Entfernung der Zeichen "Tempo-30-Zone", Aufstellung der Zeichen "Beginn/Ende eines verkehrsberuhigten Bereiches") auch die Bergstraße und den Benediktus-Kirchplatz mit einzubeziehen.

Alternative C: Der jetzige Zustand bleibt unverändert.