Nach A1-Unfall: Polizei entsetzt über filmende Gaffer

Trotz Mahnungen

Es ist eigentlich kaum vorstellbar: Nach dem Lkw-Unfall auf der A1 ber Werne am Mittwoch verlangsamten einige Autofahrer ihre Fahrt und filmten seelenruhig mit ihren Smartphones die Bergungsarbeiten an der Unfallstelle auf der Gegenfahrbahn. Trotz Mahnungen der Polizei. Jetzt müssen die Gaffer mit Bußgeldern rechnen.

WERNE/HERBERN

, 20.03.2015, 18:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf der A1 bei Werne hat es am Mittwoch einen Lkw-Unfall gegeben. Die Aufräumarbeiten dauerten mehrere Stunden.

Auf der A1 bei Werne hat es am Mittwoch einen Lkw-Unfall gegeben. Die Aufräumarbeiten dauerten mehrere Stunden.

Anlass war der umgestürzte Lkw, der am Mittwoch auf der A1 in Richtung für eine Vollsperrung zwischen den Anschlussstellen Hamm/Bergkamen und Hamm-Bockum/Werne Richtung Bremen und für kilometerlange Staus gesorgt hatte. Wie die zuständige Autobahnpolizei Dortmund nun mitteilte, "mussten die Beamten zu ihrem Entsetzen feststellen, dass sehr viele Fahrzeugführer ihr Tempo in Höhe der Unfallstelle stark verlangsamten".

Die klassischen "Gaffer" sind die Polizisten bereits leidlich gewohnt, doch nun scheint die Sensationslust eine neue Dimension erreicht zu haben. Denn offenbar war sich niemand der Autofahrer einer Schuld bewusst: "Selbst auf Ansprache durch die Beamten, ließen sich viele der 'Hobbyfilmer' nicht von ihrem unverantwortlichen Verhalten abhalten", berichtet die Polizei weiter.

"Unverantwortliches Verhalten"

Die Folge: zwölf Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeit gegen Lkw-Fahrer plus zwei weitere Anzeigen gegen Autofahrer. "Sie müssen sich jetzt unter anderem auf ein Bußgeld von mindestens 60 Euro und einen Punkt einstellen."

Es war offensichtlich nicht das erste Mal, dass die Polizei gegen derartige Gaffer vorgehen musste. Die Behörde kündigte an, dieses "unverantwortliche Verhalten" auch künftig zu bekämpfen: "Diese Fahrzeugführer gefährden nicht nur sich selber, sondern vor allem andere Verkehrsteilnehmer."

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