Nach langen Verhandlungen: Haftstrafe für Betrüger

Ascheberger vor Gericht

Mit einem kurzen Nicken quittierte der Betrüger aus Ascheberg das Urteil des Dortmunder Landgerichts: drei Jahre und zwei Monate Haft. Der 67-Jährige verzichtete am Montag noch im Gerichtssaal auf eine mögliche Revision. Damit ist das Urteil rechtskräftig.

ASCHEBERG/DORTMUND

30.01.2017, 16:39 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach mehr als neunmonatiger Verhandlungsdauer war die Entscheidung der Richter keine große Überraschung mehr. Dass sie den Ascheberger für schuldig halten, hatten sie schon Ende 2016 nach einer Zwischenberatung bekannt gegeben.

Anschließend hatte dann auch der Angeklagte selbst seinen Widerstand aufgegeben und ein volles Geständnis abgelegt. „Das kann man nur mit größter Hochachtung registrieren“, sagte der Vorsitzende Richter Thomas Beumer am Ende der Urteilsbegründung.

Leistungen wurden mit gefälschten Papieren beantragt

Der Gesamtschaden, den der Ascheberger mit seinen betrügerischen Tricks angerichtet hat, liegt bei rund 330.000 Euro. Ein Großteil davon ist bei der Arbeitsverwaltung angefallen, wo der 67-Jährige immer wieder mit gefälschten Unterlagen Arbeitslosengeld oder andere Zuschussleistungen beantragt hatte, die ihm gar nicht zustanden.

Zweites Betrugsopfer ist eine frühere Freundin und Geschäftspartnerin, die dem Angeklagten 200.000 Euro geliehen hatte und das Geld bis heute nicht wieder vollständig zurückerhalten hat.

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