Nach Verfolgungsjagd Einbrecher gefasst

Internationale Bande

Als eine Zivilstreife am Mittwoch ein verdächtiges Fahrzeug in Nottuln anhalten wollte, flüchtete der Fahrer mit Vollgas. Nach einer Verfolgungsjagd konnten die Beamten das Fahrzeug stoppen. Kein Wunder, dass der Fahrer Angst vor der Polizei hatte, die Insassen kamen von einem Wohnungseinbruch in Ascheberg.

ASCHEBERG/NOTTULN

14.09.2012, 13:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach einem Wohnungseinbruch am 12. September in Ascheberg gelang Zivilfahndern der Coesfelder Polizei die Festnahme der Täter nach einer Verfolgungsfahrt im Bereich Coesfeld. Das Täterfahrzeug, ein Volvo mit niederländischen Kennzeichen, fiel den Beamten in einem Wohngebiet in Nottuln auf. Der Fahrzeugführer missachtete die eindeutigen Haltezeichen der Polizei und flüchtete mit extrem hoher Geschwindigkeit in Richtung Coesfeld. Nach Durchfahren einer Straßensperre verließen zwei Täter den Volvo und flüchteten zu Fuß. Ein 34-jähriger Niederländer konnte festgenommen werden, wie auch eine 21-jährige Frau, die sich noch im Fluchtfahrzeug befand.  Wohnungseinbrüche in ländlichen Bezirken Im Rahmen der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Festgenommenen zu einer international operierenden Gruppierung niederländischer Personen aus dem Bereich Enschede gehören, die die Polizei schon seit mehreren Monaten im Visier hat. Die Mitglieder der Bande begehen Wohnungseinbrüche insbesondere in ländlichen Bezirken. Einigen Geschädigten und Zeugen waren schon mehrfach verdächtige Fahrzeuge mit niederländischen Kennzeichen aufgefallen. Betroffen sind hauptsächlich die Grenzbehörden Borken, Steinfurt und Nordhorn, aber auch das Coesfelder Kreisgebiet. Ersten Ermittlungen nach kommt die Tätergruppe allein im Kreis Coesfeld für circa 25 Wohnungseinbrüche in Betracht.Geständnis abgelegt Der festgenommene 34-Jährige ist bereits wegen Rauschgiftdelikten vorbestraft . Er wurde noch vor einer Woche an einem Bankautomaten in Nordhorn aufgezeichnet als er versuchte, mit einer erbeuteten Scheckkarte Bargeld abzuholen. Mit diesen Vorwürfen konfrontiert, legte er bei den Vernehmungen am Donnerstag ein Geständnis ab. Er gab an, seit vielen Monaten zur Verübung von Straftaten mit anderen Mitgliedern der Tätergruppe fast täglich nach Deutschland einzureisen.  Der Festgenommene wurde auf richterliche Anordnung in Untersuchungshaft genommen. Seine 21-jährige Mittäterin ist in Deutschland polizeilich noch ein unbeschriebenes Blatt. Daher wurde gegen sie keine Untersuchungshaft angeordnet. Sie wurde nach ihrer Vernehmung entlassen.Verdächtige Personen melden, Autokennzeichen notieren

Wie auch dieser Fall zeigt, handelt es sich bei Wohnungseinbrechern meistens um überörtliche Täter. Hier ist die Polizei bei ihren Ermittlungen besonders auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Deshalb appelliert die Polizei an alle, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge feststellen, direkt die Polizei anzurufen. Ein rechtzeitiger Anruf oder ein notiertes Autokennzeichen versetzt die Polizei oftmals in die Lage, ganze Straftatenserien aufzuklären.