In die Gemeinde Ascheberg sind in den vergangenen 3 Jahren mehr Menschen gezogen als weggezogen. © Patrick Perkins/Unsplash
Einwohnerzahl Ascheberg

Nach Zuzugs-Minus: Ascheberg wächst seit 3 Jahren in Folge

Ascheberg wächst seit 3 Jahren wieder, so hat es der Landesstatistikbetrieb IT NRW beziffert. Von der Coronapandemie haben die Kleinstädte profitiert, schaut man auf die Wanderungsbewegungen.

Nachdem die Gemeinde Ascheberg 2017 ein Minus in der Einwohnerzahl verbuchen musste, sind die drei Ortsteile seither offenbar kontinuierlich gewachsen. Das geht aus den neuesten Zahlen des Statistischen Landesbetriebes IT NRW hervor. Demnach hatte Ascheberg 2020 15.5387 Einwohnerinnen und Einwohner zu verbuchen. In diesem Jahr sind 793 Personen zugezogen und mit 726 Personen weniger weggezogen. Das macht einen positiven Wanderungssaldo von 4,3 gerechnet auf 1000 Einwohner.

2019 wies das höchste Wanderungssaldo binnen 4 Jahren auf

2018 waren 91 Personen mehr zu- als weggezogen, was einem Wanderungssaldo von 5,9 entspricht. 2019 dann waren es 118 Personen mehr (Wanderungssaldo: 7,6). In den Großstädten (ab 100.000 Einwohner) Nordrhein-Westfalens überstieg die Zahl der Fortgezogenen im Jahr 2020 erstmals seit zehn Jahren die der Zugezogenen (um 390 Personen), sodass der Wanderungssaldo je 1000 Einwohner hier negativ ausfiel (−0,05). Im Jahr 2020 wurden Wanderungsbewegungen durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie Ausgangs-, Kontakt-, Einreisebeschränkungen und Einschränkungen Luft- und Reiseverkehr maßgeblich beeinflusst, so IT NRW.

Auch habe weniger Zuzug aus dem Ausland, der sich in Großstädten niederschlage, stattgefunden. In den Kleinstädten (unter 20.000 Einwohner) Nordrhein-Westfalens war der Wanderungssaldo im Jahr 2020 dagegen mit +3,7 je 1000 Einwohner positiv und höher als im Jahr zuvor (2019: +1,9).

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller