Neubaugebiete: Gemeinde will Kiesbeete in Vorgärten verbieten

Wohnen in Ascheberg

Weder Kies noch Schotter könnten bei der Gartengestaltung von Neubauten in Zukunft eine Rolle spielen. Die Politik will grüne Vorgärten - und graue per Verbot aus dem Stadtbild verbannen.

Ascheberg

, 10.09.2019, 16:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neubaugebiete: Gemeinde will Kiesbeete in Vorgärten verbieten

Grün statt grau - das fordert die Ascheberger Politik. © Martin Klose

Wer keinen grünen Daumen hat, für den ist es eine willkommene Alternative, um den Bereich vor der eigenen Haustür zu verschönern: Beete mit Stein, Kies und Sand. In Ascheberg wird das womöglich bald verboten sein - zumindest in Neubaugebieten.

Der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde hatte die Verwaltung im Juli damit beauftragt, eine entsprechende Regelung zu schaffen. Und die steht nun ausformuliert in der kommenden Ausschusssitzung am 19. September 2019 auf der Tagesordnung.

Darin heißt es, dass Vorgärten - abgesehen von Zufahrten zu Garagen und Carports sowie Zuwegungen zum Hauseingang - definitiv zu begrünen und gärtnerisch zu nutzen sind: „Diese Flächen sind mit Mutterboden anzulegen, zu bepflanzen und nicht zu befestigen. Stein- und Kiesflächen oder Ähnliches sind nicht zulässig.“

Vorgärten ökologisch hochwertig gestalten

Stattdessen sollten die Gärten „ökologisch hochwertig“ ausgestaltet werden. Der Artenschutz steht an oberster Stelle. Und deswegen sei neben der Anlage von Stein- und Kiesflächen auch „die übermäßige Versiegelung der Zuwegungen und Nebenanlagen“ untersagt.

In Werne hatte vor einigen Monaten ein Antrag der Grünen für Diskussionen gesorgt, in denen die Partei ebenfalls Kies und Co. aus den Vorgärten verbannen wollte - dafür aber keine breite Zustimmung fand.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt