17 Parkplätze, ein Spielplatz plus Zufahrt: Das sind die Neubaupläne neben dem Heimathaus

Wohnen in Herbern

Nach der Anwohnerkritik an den Neubauplänen neben dem Heimathaus in Herbern ist man nun einen Schritt weiter. Was passiert da auf der brach liegenden Fläche an der Altenhammstraße?

Herbern

, 10.07.2019, 12:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
17 Parkplätze, ein Spielplatz plus Zufahrt: Das sind die Neubaupläne neben dem Heimathaus

Auf der brach liegenden Fläche rechts neben dem Heimathaus sollen zwei Neubauten entstehen. © Vanessa Trinkwald

Neben dem Heimathaus zwischen Alten- und Neuenhammstraße sind zwei Neubauten geplant. Im vorderen Teil des Grundstücks – Altenhammstraße 18 – soll ein Wohn- und Geschäftshaus mit vier Wohn- und zwei Büroeinheiten entstehen.

Damit der Neubau nicht direkt an das Heimathaus angebaut wird – so sah es der aktuelle Bebauungsplan von 2006 vor – sollte die Politik jüngst die Befreiung dieser Festsetzung beschließen. Und das hat sie nach langer Diskussion im Bauausschuss am 4. Juli und einer Sondersitzung am Dienstag (9. Juli) dann auch getan. Demnach ist der Investor nicht mehr gezwungen, an das Heimathaus anzubauen und kann damit dem Wunsch von Politik und Verwaltung folgen.

Zweite Zufahrt nach Anwohnerkritik

Der Investor hat in diesem Zusammenhang zugesichert, eine zweite Zufahrt vom Altenhamm zu bauen. Im Vorfeld hatte es Kritik gegeben, weil sich Anwohner des Neuenhamms sorgten, dass die beiden Neubauten ausschließlich über die Neuenhammstraße zu erreichen wären und das mit einem höheren Verkehrsaufkommen in dem verkehrsberuhigten Bereich verbunden wäre.

Wie Fachbereichsleiter Klaus van Roje am Dienstag in der Sondersitzung des Bau- und Planungsausschusses mitteilte, habe der Investor eine „ausreichend breite Zufahrt“ vom Altenhamm zugesichert und zusätzlich 17 Stellplätze und ein Spielareal.

Wie breit die Zufahrt wird, „ist eine Fragestellung, die im Baugenehmigungsverfahren zu erörtern ist“, so van Roje. Vorstellbar wären 4,50 beziehungsweise 5 Meter.

Die Zufahrt soll zwischen dem Heimathaus und dem Neubau an der Altenhammstraße 18 entstehen. „Wie die Anwohner das in Zukunft handhaben“ – ob sie über die Altenhamm-Zufahrt zu den beiden Wohnkomplexen fahren oder doch durch die Neuenhammstraße – „bleibt natürlich ihnen überlassen“, so van Roje. Ohnehin, so der Fachbereichsleiter, rede man hier nicht von extrem vielen Fahrzeugen.

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Zufahrt „schriftlich zugesichert“

Wie van Roje bereits in der Sondersitzung am Dienstag und auch am Mittwoch (10. Juli) im Gespräch mit unserer Redaktion bekräftigte, habe der Investor die Zufahrt vom Altenhamm „schriftlich zugesichert“. Übers Wochenende hatte er die Planungen gemeinsam mit seinem Architekten noch einmal geändert. Ursprünglich sahen die Planungen 18 Stellplätze vor. Einer fällt nun weg.

Nach der Diskussion in der vergangenen Woche und einem einstimmigen politischen Beschluss am Dienstag geht es nun ins Baugenehmigungsverfahren. Ist die Baugenehmigung erteilt, können die Bagger auf der brach liegenden Fläche neben dem Heimathaus anrollen. Wann das der Fall sein wird, ist aktuell noch offen.

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