Neunjährige in Flüchtlingsunterkunft missbraucht

Verdächtiger in U-Haft

Diese Tat macht fassungslos: Ein 28-Jähriger hat am Samstag versucht, eine Neunjährige in einer Ascheberger Flüchtlingsunterkunft zu vergewaltigen. Das Kind schrie um Hilfe, der Täter flüchtete, konnte aber wenig später gefasst werden.

ASCHEBERG

, 16.05.2016, 12:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neunjährige in Flüchtlingsunterkunft missbraucht

Die Flüchtlingsunterkunft an der Lüdinghauser Straße.

Das Verbrechen ereignete sich am Samstag, 14. Mai, in der Flüchtlingsunterkunft an der Lüdinghauser Straße in Ascheberg. Nach jetzigem Stand der Ermittlungen ergibt sich folgendes Bild: Der 28-Jährige Mann, wie die Familie des Mädchens Bewohner der Unterkunft, zog das neunjährige Mädchen offenbar in einem unbemerkten Augenblick in sein Zimmer. Er entkleidetes es und führte sexuelle Handlungen an dem Kind aus.

Daraufhin schrie das Mädchen und alarmierte seine Mutter. Der Täter ließ von seinem Opfer ab und flüchtete. Doch weder das Mädchen noch seine Familie sprechen Deutsch. So ergab sich folgender Ablauf: Gegen 19.30 Uhr wurde ein Streifenwagen zum Rathaus in Ascheberg an der Dieningstraße gerufen. Dort wartete die vierköpfige Familie, die sich aber nicht verständlich machen konnte. Stattdessen reichten sie den Beamten ein Handy.

Im folgenden Gespräch gab eine Frau im gebrochenem Deutsch Hinweise auf ein Sexualdelikt. Nachdem die Beamten einen Dolmetscher organisiert hatte, erfuhren sie die Details der Tat.

Täter noch in Ascheberg gefasst

Die Polizei löste daraufhin sofort eine Fahndung aus. Streifen- und Kripobeamten gelang es wenig später, den geflüchteten mutmaßlichen Vergewaltiger festzunehmen. „Er ist nicht weit gekommen, wir konnten ihn im Innenbereich von Ascheberg festnehmen“, sagt der Coesfelder Polizeisprecher Martin Pollmann Anfrage. Der 28-Jährige sitzt nun in Dülmen in Untersuchungshaft.

Details zu seiner Person sind noch nicht bekannt. Pollmann: „Das müssen die Ermittlungen nun ergeben.“ Auch die Frage, ob er schon einmal polizeilich aufgefallen ist, konnte die Kreispolizei über das Pfingstwochenende nicht beantworten. Das Mädchen hat nach jetzigem Kenntnisstand keine gravierenden körperlichen Verletzungen erlitten. Die seelischen dürften umso schlimmer sein.  

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