Nochmal 20.000 Euro Fördergeld für Ascheberg-Gutschein beschlossen

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Die Gemeinde Ascheberg legt für den Ascheberg-Gutschein noch einmal Fördergelder nach. Mit 20.000 Euro soll der Gutschein noch einmal für Rabatte im Sinne der Kunden sorgen.

Ascheberg, Herbern, Davensberg

, 21.11.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Ascheberg-Gutschein wird noch einmal eine Förderung der Gemeinde von 20.000 Euro bekommen. Das wurde am Dienstag (17. November) auf der konstituierenden Ratssitzung der Gemeinde Ascheberg beschlossen. „Das ist auf kurzem Weg schnell machbar“, bestätigte die Pressesprecherin der Gemeinde, Simone Böhnisch, am Mittwoch noch einmal auf Nachfrage, nachdem Bürgermeister Thomas Stohldreier eine derartige kurzfristige Lösung bereits in Aussicht gestellt hatte.

Konkret werden die 20.000 Euro Förderbudget aus dem allgemeinen Budget der Wirtschaftsförderung fließen, das dieses Jahr eigentlich für Veranstaltungen vorgesehen war, erklärt Böhnisch. Die neue Förderungsrunde startet am kommenden Montag (23. November). Dann wird Kunden wieder ein Rabatt von 20 Euro auf die 10, 25, 50 und 100 Euro-Gutscheine gewährt, bis das Förderbudget aufgebraucht ist. Online kann der Gutschein in beliebigem Wert erworben werden, den Rabatt gibt es jedoch nur für Gutscheine bis maximal 100 Euro. Wirtschaftsförderin Simone Böhnisch: „Wir erwarten eine hohe Nachfrage, so dass der Rabatt voraussichtlich bis Anfang/Mitte Dezember reichen wird.“

Vom 8. Oktober bis zum 7. November hatte die Gemeinde Gutschein-Käufern mit einem Rabatt von 25 Prozent einen Anreiz geboten, einen Wertgutschein zu kaufen, der in etwa 45 Akzeptanzstellen in Ascheberg, Davensberg und Herbern eingelöst werden kann. 1600 Gutscheine hatten Ascheberger bis zu diesem Datum bereits gekauft und davon bis Stand 17. November 55.000 Euro wieder in die Gemeinde investiert. Rund 100.000 Euro an Kaufkraft steckt also noch in den bisher nicht ausgegebenen Gutscheinen.

CDU: „Gewerbetreibende haben den Gutschein gut angenommen“

Bevor sich die Anwesenden am Dienstagabend für eine Neuauflage des Rabattes aussprachen, gab es allerdings einige Diskussionspunkte. Thomas Frankze hatte die Idee im Namen der CDU-Fraktion eingebracht: „Stichwort Weihnachtsgeschäft: Die Gewerbetreibenden haben den Gutschein gut angenommen. Wir könnten das pushen durch ein weiteres Budget.“ Allerdings merkte er auch an, dass einige Bereiche wie die Gaststätten, die besonders betroffen seien, von den Gutscheinen nicht profitiert hätten.

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Norbert Römer von der SPD schloss sich dem Vorschlag an: „Wir möchten das gern unterstützen. Hier und jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um so eine Aktion zu wiederholen.“ Jochen Wissmann (FDP) hingegen war etwas verhaltener: „Die Wirtschaft zu unterstützen ist ein hehres Ziel. Jetzt würde mich erst die tatsächliche Wirkung interessieren, dass man zunächst die Aktion auswertet. Und ich gebe zu bedenken, dass wir in der Vorweihnachtszeit sowieso ein größeres Kaufverhalten haben. Die Restaurants konnten nicht profitieren, da braucht es eine eigene Lösung.“ Ähnliche Bedenken äußerte auch Frank Holtrup (FWA), vermeldete aber gleichzeitig, der Idee nicht im Weg stehen zu wollen, da durch den Gutschein ja auch ein Investitionsanreiz für das Frühjahr geschaffen werden könne.

Während Wissmann vorschlug, die Haushaltsplanberatung abzuwarten, erklärte Barbara Kehrmann (UWG): „Wir haben im Moment die Not, nicht alles an den Onlinehandel zu verlieren und die großen Internetriesen mit ihrer aggressiven Werbung. Die Leute, die die Gutscheine kaufen, müssen die ja zwingend in Ascheberg ausgeben. 20.000 Euro ist viel Geld, aber es ist schlimmer, wenn wir irgendwann bestimmte Geschäfte nicht mehr haben.“ Hubertus Beckmann (Grüne): „Gerade in der Weihnachtszeit werden entscheidende Investitionen gemacht.“ Außerdem sei der Gutschein auch eine Art Lokalwerbung und führe zur Regionalisierung des Handels.

Sunderhaus: Viel Geld ist in Fahrrad-Käufe geflossen

Helmut Sunderhaus (Fachsbereichsleiter Finanzen und Wirtschaftsförderung) erklärte zur Wirkung des Gutscheins: „Im Moment ist in den Fahrradbereich einiges geflossen.“ Wer etwa ein E-Bike kaufe, der habe schon einmal einen Gutschein in Anspruch genommen. Aber auch in der breiten Masse seien die Gutscheine in den drei Ortsteilen wieder zurückgeflossen. „Es sind sicher auch einige Gutscheine im Weihnachtsgeschäft unterwegs.“

Abschließend erklärte Stohldreier: „Wir nehmen das auf und nutzen die 20.000 Euro mit, um besondere Anreize zu schaffen.“

Erhältlich sind die Gutscheine online unter www.ascheberg-gutschein.de, bei Ascheberg-Marketing und Schreibwaren Angelkort und können in mittlerweile 50 Akzeptanzstellen in Ascheberg, Davensberg und Herbern eingelöst werden. Der Verkauf der Gutscheine ist auf einen Gutschein pro Tag begrenzt.
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