Nur vier Zonen kommen noch für Windkraft infrage

Veränderter Flächennutzungsplan

Einst waren es sieben, jetzt sind es nur noch vier. Bei einem Informationsabend in der Theodor-Fontane-Schule hat die Gemeinde die verbliebenen potenziellen Standorte für Windkraftanlagen – sogenannte Konzentrationszonen – vorgestellt. Verbunden ist dies mit einer Änderung des Flächennutzungsplans.

HERBERN

, 11.02.2016, 19:13 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Wenn ich Richtung Osten schaue, dann sehe ich, wie sich in Sendenhorst und Ahlen ein Windrad an das nächste reiht. Da mache ich mir langsam Sorgen“, gab einer der etwa 40 Bürger  am Mittwoch nach der Vorstellung des veränderten Konzepts zu bedenken. „Genau deswegen machen wir diese Planungen. Wir müssten als Gemeinde überhaupt nichts tun, aber dann könnten wir den Bau von Anlagen auch nicht steuern“, antwortete Bauamtsleiter Klaus van Roje.

Der Grund dafür liegt in den Kriterien, die bei der Ausweisung der Flächen eine Rolle spielen. Diese beziehen sich unter anderem auf den Abstand zu Wohnbau-, Industrie-, Gewerbe- und Grünflächen. Plant die Gemeinde nicht, haben Investoren mehr Spielraum.

So sieht der neue Plan aus

Übrig geblieben sind nach der Überprüfung durch die Gemeinde zunächst fünf Potenzialflächen für die Windenergienutzung:

  • Forsthövel
  • Nordick
  • nördlich von Davensberg
  • nordöstlich von Ascheberg
  • westlich des bestehenden Windparks Forsthövel bzw. südöstlich von Ascheberg

 

 

Eine der Flächen ist bereits aus dem Spiel

Die beiden bereits im Flächennutzungsplan dargestellten Konzentrationszonen Forsthövel und Nordick wurden mit Erweiterungspotenzialen bestätigt. Hinzu kommen zwei Flächen im nördlichen Bereich der Gemeinde (nördlich von Davensberg und nordöstlich von Ascheberg). Eine davon – die nördlich von Davensberg gelegene – ist inzwischen allerdings schon wieder aus dem Spiel. „Aus Naturschutz- und Touristikgründen“, wie van Roje erklärte. Eine weitere Fläche westlich des bestehenden Windparks Forsthövel bzw. südöstlich von Ascheberg rundet die Planungen ab. 

Entstehen sollen hier keine einzelnen Windräder, sondern kleine „Parks“ mit jeweils mindestens drei Anlagen. Für die gilt auch keine Höhenbegrenzung von 100 Metern mehr – aus wirtschaftlichen Gründen.

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