Ortskern-Umgestaltung: „Herzstück“ Kirchplatz wird 2027 und 2028 erneuert

rnOrtskern Ascheberg

Der Lambertus-Kirchplatz, das „Herzstück“ Aschebergs, soll als letzter Schritt der Ortskern-Umgestaltung 2027 und 2028 erneuert werden. Was der Vorentwurf für den Platz vorsieht, lesen Sie hier.

Ascheberg, Herbern

, 08.11.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit der Ortskern-Erneuerung will die Gemeinde Ascheberg die Plätze und Wege in der Stadt umgestalten. Alles soll in warmem Klinker erscheinen, die Verbindungen zwischen den Plätzen deutlicher werden. Den Auftakt macht der Eschenplatz mit dem neu entstehenden Hit-Markt ab dem kommenden Jahr, gefolgt von der Umgestaltung der Sandstraße, die von 2023 bis 2024 erfolgen soll. An dritter und vorletzter Stelle folgt dann die Umgestaltung des Katharinenplatzes von 2025 bis 2026, bevor der Kirchplatz von 2027 bis 2028 umgestaltet wird.

Der Lambertus-Kirchplatz ist derjenige der vier, der im Erläuterungsbericht zur Ortskernumgestaltung des beauftragten Architektenbüros Lohaus - Carl - Köhlmos den meisten Platz einnimmt, ebenso wie im Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK). Als „Herzstück“ Aschebergs bezeichnet das Architekturbüro den Platz. Die Vorschläge des Büros für die Platzgestaltung sehen so aus: Die fassadennahen Spalierbäume am Eingang des Platzes und die denkmalgeschützte Kreuzigungsgruppe sollen am bisherigen Standort erhalten bleiben, so empfehlen es die Stadtplaner.

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„Immer dort, wo Eigentümer*innen der Pflanzung zustimmen, könnten diese als Schattenspender für Bänke dienen und fensterlose Fassadenabschnitte auflockern. Sie dienen auch als temporäre Platzfassung und Raumkante im Bereich des abgebrochenen Hauses Bultmann, bis dort wieder eine bauliche Fassung entsteht“, heißt es seitens des Stadtplanungsbüros.

Was mit dem ehemaligen Haus Bultmann passiert, ist noch offen

„Kirche, Kreuzigungsgruppe und Lindenkranz werden in einen einheitlichen Platzbelag eingebettet.“ Für den Belag des Platzes selbst empfiehlt das Büro die nach eigenen Aussagen wenig schmutzanfällige Grauwacke, die in Dunkelgrau-, Grau- bis Brauntönen variiert. Diese Eigenschaft sei auch mit Blick auf die jährliche Jacobi-Kirmes wichtig. „Die Grauwacke fügt sich farblich auch in den Materialkanon des Klinkers ein, der als verbindendes Element den Kirchplatz rahmt“, so das Stadtplanungsbüro.

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„Die mächtigen Linden erhalten großzügige, bepflanzte Baumscheiben, die teilweise bzw. abschnittsweise mit Rundbänken versehen werden. So z.B. im Eingangsbereich der Kirche, um nach der Messe noch zu plaudern“, so die Stadtplaner. „Dabei fällt der Blick auf einen neuen Lambertusbrunnen, der auf dem Vorplatz ergänzt wurde.“ Von den Sitzbänken aus könne man künftig das Kirchenportal bewundern und „das Geschehen bei Hochzeiten, Festen und Feiern beobachten“.

Was mit dem Gelände des ehemaligen Hauses Bultmann geschieht, ist noch offen, erklärte der Projektverantwortliche und Klimaschutzmanager der Gemeinde Ascheberg, Martin Wolf, Mitte Oktober. Im ISEK hatte es zunächst geheißen, dass man hier Parkplätze ansiedeln wolle, in einem weiteren Entwurf war dann ein Neubau eingezeichnet. Für einen Investor ist die Gemeinde bereit, den Bebauungs- und Flächennutzungsplan an der Stelle anzupassen, so Wolf im Oktober.

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