Pfarrer Kruse: "Ich bin gegen solche Großgemeinden"

Reaktion auf Fusionspläne

Die Kirchengemeinde St. Benedikt soll bis spätestens 2015 mit den Gemeinden St. Lambertus Ascheberg und St. Anna Davensberg fusionieren. Herberns Pfarrer Rudolf Kruse steht dann nicht mehr zur Verfügung. Über die Gründe sprach er im Interview mit Redakteur Daniel Claeßen.

HERBERN

von Von Daniel Claeßen

, 27.01.2011, 20:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Pfarrer Rudolf Kruse hat große Mentalitätsunterschiede zwischen den Gemeinden festgestellt. Eine Fusion zu einer Großgemeinde hält er nicht für sinnvoll.

Pfarrer Rudolf Kruse hat große Mentalitätsunterschiede zwischen den Gemeinden festgestellt. Eine Fusion zu einer Großgemeinde hält er nicht für sinnvoll.

Und warum will er nicht leitender Pfarrer sein? "Das macht meine Gesundheit nicht mit. Außerdem ist es nur vernünftig, wenn ich gehe", sagte Kruse im Interview. Zum einen, weil er gegen solche Großgemeinden sei, zum anderen, weil er glaubt, dass ein neues Team Raum für Gestaltung brauche. "Ein Pfarrer, der 20 Jahre hier gewirkt hat, wäre da fehl am Platz", sagte Kruse. Wenn der Bischof ihn rufe, Kooperatur der Fusionsgemeinde zu werden, wolle er sich aber nicht verschließen.

Er halte die Zusammenlegung aus pastoraler Sicht für unklug. "In Städten wie Coesfeld oder Werne soll eine Gemeinde für bis zu 20.000 Menschen zuständig sein. Wie soll das gehen?", fragte er. Acht Kilometer trenne künftig die Gemeinde in Ascheberg - und große Unterschiede in der Mentalität.

  • Wie es nun weitergeht, welche Kirchen und Pfarrheime erhalten bleiben und was Kruse nun persönlich vorhat - ausführlich im Interview in der Freitagsausgabe (28. Januar 2011) der Herberner und Werner Ruhr Nachrichten.
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