Rekord: Mehr als 3000 Briefwähler in Ascheberg

Bundestagswahl 2017

Rekord zur Bundestagswahl 2017: Das Wahlamt Ascheberg hat erstmals mehr als 3000 Briefwahlunterlagen herausgegeben. Und die Zahl könnte noch steigen – Briefwahl anmelden können Stimmberechtigte noch bis zum 22. September. Woran liegt es, dass die Briefwahl boomt? Der Wahlleiter der Gemeinde hat einen Verdacht.

ASCHEBERG

, 14.09.2017 / Lesedauer: 2 min
Rekord: Mehr als 3000 Briefwähler in Ascheberg

In Ascheberg haben über 3000 Menschen Briefwahl beantragt. Für die Gemeinde ist dies ein Rekord.

So viele waren es bei keiner anderen Wahl zuvor: Bis Donnerstagvormittag hatte der Ascheberger Wahlleiter Johannes Goßheger 3070 Briefwahlunterlagen herausgegeben. Eine Überraschung sei das nicht, sagt Goßheger – sei die Zahl der Briefwähler in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Bei der Landtagswahl im Mai hatte man die Hürde mit 2685 herausgegebenen Briefwahlunterlagen noch verpasst.

Ascheberg ist keine Ausnahme. Bundesweit steigt die Zahl der Menschen, die ihr Kreuz vor dem eigentlichen Wahltag setzen wollen. Ursprünglich sollte die Briefwahl Menschen, die am Wahltag verhindert sind, die an einer Behinderung oder gesundheitlichen Beschwerden leiden, die Ausübung des Wahlrechts ermöglichen.

Heute aber sprechen viele von einem Trend. „Die Leute wollen einfach flexibel sein. Und wer einmal Briefwahl gemacht hat, bleibt häufig auch dabei“, sagt der Ascheberger Wahlleiter. Etwa zwei Drittel der Briefwähler beantragen ihre Unterlagen laut Goßheger online oder per Post, der Rest wende sich ans Briefwahlbüro im Rathaus.

Stimmzettel Rechtzeitig abschicken

Bundesweit können Stimmberechtigte ihre Briefwahlunterlagen noch bis Freitag, 22. September, 18 Uhr, beantragen – aus zeitlichen Gründen dann am besten im Briefwahlbüro an der Dieningstraße 7. Wer seine Unterlagen noch per Post abschicken möchte, sollte das spätestens am Donnerstag erledigt haben, rät Goßheger.

Persönlich abgeben können Stimmberechtigte ihre Unterlagen auch noch am Wahltag. Bis 18 Uhr nehmen die Briefwahlvorstände die Stimmen entgegen, dann schließen auch die Wahllokale.

Insgesamt dürfen – Stand Donnerstag – 11 845 Ascheberger am 24. September ihr Kreuz machen, das sind 111 mehr als bei der Bundestagswahl 2013. Damals lag die Wahlbeteiligung bei 78,6 Prozent. Von der hohen Anzahl an beantragten Briefwahlunterlagen nun auch auf eine insgesamt hohe Wahlbeteiligung zu schließen, wäre aber verfrüht.

„Zumal“, sagt Johannes Goßheger, „längst nicht alle Wahlbriefe auch zu uns zurückkommen.“

 

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