Renovierung: In der Ausgabestelle glänzt alles wie neu

Tafel Ascheberg investiert 35.000 Euro

35.000 Euro investiert die Tafel Ascheberg in ihre Ausgabestelle an der Nordweststraße. Dank der Spenden von Stiftungen, Firmen und Bürgern gibt es zahlreiche Neuerungen.

Ascheberg

, 07.02.2018, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine moderne Edelstahlküche ersetzt die alte Küchenzeile.

Eine moderne Edelstahlküche ersetzt die alte Küchenzeile. © Claudia Hurek

Hanna Schlinge vom Vorstand bringt die Arbeit der Ascheberger Tafel auf den Punkt: „Es kann ja nicht sein, dass wir in Deutschland Lebensmittel wegschmeißen, die noch einem guten Zweck zugeführt werden können.“

Um die gespendeten Lebensmittel hygienisch einwandfrei und lebensmittelgerecht lagern zu können, hat die Ascheberger Tafel im vergangenen Jahr 35.000 Euro für die Renovierung der Räume an der Nordweststraße in die Hand genommen.

Arbeits- und Lagerraum in neuem Glanz

Den in neuem Glanz erstrahlenden Arbeits- und Lagerraum präsentierte in dieser Woche der Vorsitzende Martin Hörster. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern begrüßte er am Dienstagnachmittag Vertreter der Handwerksbetriebe sowie Reinhard Hartwig, Vorsitzender der Bürgerstiftung, und Martin Wolf, Klimaschutzbeauftragter der Gemeinde.

Am 12. Juni 2008 fand in den Räumen an der Nordweststraße die erste Lebensmittelausgabe statt. „Seit 2011 bin ich dabei und kann mit Fug und Recht sagen, wir haben uns mit der Renovierung einen großen Gefallen getan“, so Hörster. „Die Lebensmittel können nun so behandelt werden, wie sie es verdient haben, und auch für die Mitarbeiter ist das Arbeiten deutlich angenehmer.“

Großzügige Spenden

Dass die Renovierung in einem so großen Umfang stattfinden konnte, ist den großzügigen Spenden der Lidl-Stiftung, der Inge-und-Wolfgang-Tietze-Stiftung, der Bürgerstiftung Ascheberg sowie den Zuwendungen der Kaufmannschaft und einiger Bürger zu verdanken.

Die vorab kalkulierten Kosten von 35.000 Euro wurden lediglich um 100 Euro überschritten. Hier könnte sich so manches Großbauprojekt ein Beispiel nehmen.

Stolz präsentieren Martin Hörster (3.v.l.), Vorsitzender der Ascheberger Tafel, sowie Mitstreiter und Unterstützer die renovierten Räume.

Stolz präsentieren Martin Hörster (3.v.l.), Vorsitzender der Ascheberger Tafel, sowie Mitstreiter und Unterstützer die renovierten Räume. © Claudia Hurek

Das einfache Holzdach, Risse in den Wänden, die dafür sorgten, dass sich dort kleines Getier heimisch fühlte, ein Bodenbelag, der seinen Namen nicht verdient; ein zeitgemäßer Hygienestandard war kaum möglich.

Die komplette Renovierung erledigten Ascheberger Betriebe innerhalb von 14 Tagen. Neue LED-Lampen, gestiftet von der Firma Neubauzeiten, ersetzen die alten, flackernden Röhrenlampen. Auch die Firmen Naber, Mangels, Homann, Kabisch und Schlick unterstützten die Arbeiten.

Hygienische Edelstahlküche eingebaut

Auf dem Fußboden liegen nun „wischfreundliche“ Fliesen, die alte Küchenzeile ist einer modernen und hygienischen Edelstahlküche gewichen. An den Arbeitstischen, ebenfalls aus Edelstahl, können die Mitarbeiter die Lebensmittel nun in rückenfreundlicher Haltung sortieren.

Der Mietvertrag für die Räume ist für die nächsten zehn Jahre unkündbar. „Die Investition war sehr hoch, aber gleichzeitig eine Investition in die Zukunft“, sagt Martin Hörster. „Die Lebensmittelvernichtung wird eher mehr als weniger, ebenso wird gleichzeitig der Bedarf steigen. Dies sorgt dafür, dass es die Tafel noch lange geben wird.“

Die renovierten Räumlichkeiten an der Nordweststraße.

Die renovierten Räumlichkeiten an der Nordweststraße. © Claudia Hurek

Wer sich gerne ehrenamtlich bei der Tafel Ascheberg engagieren möchte, erhält Infos unter Tel. (02593) 95 01 25.