Sandstraße in Ascheberg: Verkehrsbelastung ist unkritisch

Ascheberger Ortskern

Für den Ascheberger Ortskern wurde ein Verkehrskonzept aufgestellt. Demnach sei dort „ein ruhiges Wohnen“ möglich. Nutzungskonflikte zwischen einzelnen Verkehrsteilnehmern gibt es aber.

Ascheberg

06.02.2019, 12:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Verkehrsbelastung auf der Sandstraße in Ascheberg ist laut eines Gutachtens unkritisch.

Die Verkehrsbelastung auf der Sandstraße in Ascheberg ist laut eines Gutachtens unkritisch. © Julian Reimann

Für den Ascheberger Ortskern – konkret die Sandstraße – wurde jetzt ein Verkehrskonzept vorgestellt. Demnach sei „ein ruhiges und gesundes Wohnen“ an der Sandstraße möglich. Trotzdem gibt es Nutzungskonflikte zwischen einzelnen Verkehrsteilnehmern.

2776 Fahrzeuge pro Tag

Sylke Schwarz vom Aachener Ingenieurbüro IVV hat der Ascheberger Politik das Konzept im jüngsten Bau- und Planungsausschuss vorgestellt. Fazit: Die Verkehrsbelastung auf der Straße sei nicht auffällig.

Gemessen wurden auf der Sandstraße vor Schlingermanns Hof im Schnitt 2776 Fahrzeuge pro Tag – ein laut Ingenieurbüro unkritischer Wert. Auf der Eschenbachstraße waren es 3824 innerhalb von 24 Stunden, auf der Appelhofstraße 4114. Hier hatte ein Zählgerät der Gemeinde jeweils über einen längeren Zeitraum Daten erfasst.

Parkplatzangebot zu 50 Prozent ausgelastet

Das Parkplatzangebot sei zu etwa 50 Prozent ausgelastet, wobei einige Parkplätze beliebter seien als andere – die Stellplätze an der Sandstraße (Auslastung 9 von 10), die Parkflächen am Katharinenplatz (38 von 43) und an Schlingermanns Hof (34 von 37). Zusätzliche Zählungen der Gemeinde hatten in der Vorweihnachtszeit eine Auslastung von 57 Prozent ergeben, im Januar waren es 48 Prozent.

Negativ bewerten die Gutachter die eher schlechten Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, die dem aktuellen Standard nicht mehr entsprächen, nur selten genutzt und Räder deshalb immer wieder im Gehwegbereich abgestellt würden. Hinzu komme ein hohes Aufkommen an Fußgängern im Längs- und Querverkehr.

Allgemein gehe man von Nutzungskonflikten zwischen Fußgängern, Radfahrern und Autos aus – das allerdings sei ein hausgemachtes Problem, das den Verkehr der Ascheberger selbst betreffe.

Drei Lösungsansätze

Zusätzlich zu der Analyse stellte Sylke Schwarz drei Lösungsansätze vor:

  • Status Quo optimieren: Falschparker müssten konsequent kontrolliert, komfortable Radabstellanlagen und Aufenthaltsflächen geschaffen werden.
  • Sandstraße als Einbahnstraße (in nördlicher Fahrtrichtung): Laut Gutachter würde das die Verkehrsmenge reduzieren, jedoch eine hohe Mehrbelastung der Appelhofstraße und der Konermannstraße bedeuten.
  • Verkehrsberuhigter Bereich: Die reduzierte Geschwindigkeit würde zu einer höheren Verkehrssicherheit beitragen.

Das Gutachten soll nun mit der Bitte um Stellungnahme an die Straßenverkehrsbehörde des Kreises geschickt werden. Zu prüfen ist auch eine Idee der Ascheberger SPD, die Sandstraße zwischen Jacobi-Kirmes und Italienischer Nacht übergangsweise zur Fußgängerzone werden zu lassen.

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