Sanierung des Lambertus-Kirchturms im Endspurt

Letzte Arbeiten

Besser hätte es bei der Sanierung des Lambertus-Kirchturms in Ascheberg kaum laufen können. Das im März gestartete Projekt liegt voll im Zeitplan. Viel zu tun ist daher nicht mehr, der Großteil des Gerüstes, das zuletzt die Szenerie geprägt hat, ist verschwunden.

ASCHEBERG

, 24.12.2016, 06:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sanierung des Lambertus-Kirchturms im Endspurt

Norbert (l.) und Peter Kühnhenrich reinigten den Kirchplatz gestern vom Baustellendreck.

„Für den 23. Dezember stand auf der Liste: Kirchplatz fegen“, sagte Norbert Kühnhenrich vom Kirchenvorstand gestern, während er mit Sohn Peter den angesammelten Dreck in Schubkarren hievte. „Jetzt stehen nur noch einzelne Arbeiten rund um das Haupttor an“, so Kühnhenrich. Dazu gehöre die Reinigung des Sandsteins und die Erneuerung der Fugen.

Die geschätzte Arbeitszeit dafür betrage rund zwei bis drei Arbeitswochen. Danach ist das Projekt abgeschlossen. Dass alles so reibungslos ablief, war dabei keine Selbstverständlichkeit: „Das war für keinen der Beteiligten eine reguläre Baustelle. Allein das Gerüst war sozusagen eine Spezialanfertigung.“

Mehr als nur die nötigen Eingriffe

Denn das Gerüst muss hängend am Turm angebracht werden, da die herausragenden Teile des Kirchenschiffs ein auf dem Boden stehendes Konstrukt unmöglich machten. Deshalb entschloss man sich auch, mehr als nur die nötigsten Eingriffe vorzunehmen, wenn schon so aufwendig gearbeitet wird.

So wurde das Dach erneuert – zwischenzeitlich stand es sogar komplett offen – und der darauf befindliche Asbestschiefer durch Naturschiefer getauscht. Die Balustrade auf der Westseite wurde im Verlauf abgetragen, instand gesetzt und wieder aufgesetzt.

Lob an die Planung und den Architekten

Die Schalluken, ohne die die Kirchenglocken nur dumpfe Töne von sich gäben, sind mittlerweile ebenfalls durch frische ersetzt. Zusätzlich gibt es für diese Schutzvorkehrungen gegen Tauben, damit deren Unrat das Material nicht unnötig belastet. Dass der Zeitplan bis jetzt taggenau eingehalten werden konnte, sei vor allem auf die gute Planung zurückzuführen: „Da hat der Architekt Bernhard Kröger ganze Arbeit geleistet. Während der gesamten Bauphase gab es keine plötzlichen und überraschenden Schäden, die wir nicht vorher gekannt hätten,“ so Kühnhenrich. Anlass für die aufwendigen Maßnahmen waren herunterfallende Teile, die für die Besucher eine Gefährdung darstellten. 

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