Schmierereien in der Kirche St. Benedikt ärgern die Gemeinde

rnSachbeschädigung

Schimpfwörter in der Kirche: Die St.-Benedikt-Kirche in Herbern wurde mehrfach beschmiert. Unbekannte haben Wände, Schaukasten und eine Gebetsbank beschädigt - zum Ärger der Gemeinde.

Herbern

, 07.11.2018, 11:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wer macht denn so etwas? Das fragen sich wohl viele Mitglieder der katholischen Gemeinde St. Benedikt in Herbern. Ihre Kirche an der Bergstraße wurde beschmiert. Auf drei Wänden, einem Schaukasten und einer Gebetsbank sind mit silberner Schrift Schimpfwörter gezeichnet.

An einer Wand steht dazu auch ein weiblicher Vorname. Ein wichtiger Ansatzpunkt für die Ermittlungen der Polizei. Denn dabei handelt es sich um einen Namen, der nicht ganz ungewöhnlich ist, „aber wohl auch nicht 500 Mal in Herbern vorkommt“, wie Britta Venker, Pressesprecherin der Polizeibehörde des Kreises Coesfeld, erklärt.

Sie geht davon aus, dass es sich hierbei um einen dummen Jugendstreich handelt. Wohl bereits am vergangenen Freitag, 2. November 2018, zwischen 11 und 17 Uhr, kam es zu diesen Schmierereien.

Schmierereien in der Kirche St. Benedikt ärgern die Gemeinde

Vulgäre Ausdrücke prangern an der Kirchenwand. © Claudia Hurek

Zuvor hatte Uwe-Reiner Bochmann, Küster der St.-Benedikt-Kirche, noch nach dem Rechten geschaut. Nachdem er die Sachbeschädigung bemerkte, erstattete er gleich eine Anzeige gegen Unbekannt. Er ärgert sich aber nicht nur über die Schmierereien.

Auch eine CD-Fernbedienung wurde aus der Haltung gerissen und in den Weihwasserkessel geworfen. So können derzeit keine CDs in der Kirche abgespielt werden. „Das ist alles doch vollkommener Blödsinn“, schimpft Bochmann. Der Küster hat bereits die Gebetsbank von der Schmiererei befreit. Die Wände müssen aber wohl gestrichen werden, so Bochmann weiter.

Sachbeschädigungen in Kirchen sind selten

Wer hinter der Sachbeschädigung steckt, ist nun Teil der Ermittlungen. Solche Sachbeschädigungen in Kirchen kommen sehr selten vor, wie Polizeisprecherin Britta Venker erzählt. „Häufiger werden Opferstöcke aufgebrochen“, sagt sie. Bei den Schmierereien in der St.-Benedikt-Kirche handelt es sich wohl um einen Einzelfall. Vergleichbare Graffiti wurden andernorts nicht gefunden.

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