So feierten die Abiturienten des Cani Lüdinghausen

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Mit einer beachtenswerten Feier hat am Samstag das private Gymnasium Canisianum in Lüdinghausen seine 83 Abiturientinnen und Abiturienten entlassen. Natürlich stand die Freude über den Abschluss im Vordergrund, die Redner bezogen aber auch sehr klare Positionen zu aktuellen Ereignissen wie dem G20-Treffen in Hamburg oder der Bedeutung des Faches Religion.

LÜDINGHAUSEN

, 09.07.2017, 10:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
So feierten die Abiturienten des Cani Lüdinghausen

Zum Ende des offiziellen Teils der Abiturfeier stellten sich die 83 Abiturientinnen und Abiturienten zum Gruppenfoto auf.

Die ebenfalls scheidende Elternvertreterin Dr. Heike Matthies machte sich in ihrer Rede für die Beibehaltung der verschiedenen Fahrten der Schule stark. „Sie sind sehr prägend für die Kinder und Jugendlichen.“ Sie lobte die Schule für die intensive Begleitung der Schüler und das Vertrauen, das die Leitung in die Kinder und Jugendlichen setzt.

Deshalb sollte die Schule der Mut nicht kurz vor dem Abschluss eines Jahrgangs verlassen. Unter dem tosenden Beifall der Abiturienten sagte sie wörtlich: „Ein Abi-Gag ist ein Abi-Gag, der nicht abgesprochen ist.“ Den Schülerinnen und Schülern gab sie mit auf den Weg, „dass manchmal die langen Wege die guten Wege sind. Es gibt immer noch die Möglichkeit umzudrehen.“

Christoph Schlütermann, Vorsitzender des Schulträgers, lud die Abiturienten ein, immer mal wieder zur Schule zurück zu kommen. „Einmal Canisianer, immer Canisianer.“ Auch Schlütermann betonte, dass den Jugendlichen viele Möglichkeiten offen stehen, egal wie der Abi-Schnitt sei. Er berichtete von einem früheren Mitschüler, der wie er vor 35 Jahren das Abitur am Cani gemacht hatte – obwohl er viele Fehlstunden hatte. Seit etlichen Jahren sei er in sehr verantwortlicher Stelle bei der Stadt New York tätig.

Zauberer des Lebens

Bürgermeister Richard Borgmann ging in seiner Rede intensiv auf das Motto des Abi-Jahrgangs („Wir verlassen die Kammer des Schreckens“) ein. Ein Motto, das sich an den vor 20 Jahren erschienenen ersten Harry-Potter-Band anlehnt. Nach Einschätzung des Bürgermeisters sind die Abiturienten „alle zu Zauberern des Lebens geworden.“ Sein Rat lautete: „Nehmen sie ihre Zauberstäbe in die Hand, die Welt ist groß.“

Auf die Auswertung von Fragebögen ging Schulleiter Michael Dahmen ein. Darin hatten viele Schüler das Fach Religion in die Liste „der unnötigsten Lerninhalte an der Schule“ aufgenommen. Dahmen verwies auf die Verankerung des Fachs im Schulprogramm. Das Cani bekennt sich ausdrücklich zu einer christlichen Grundorientierung.

Schulleiter Dahmen ging auch auf die Gewaltexzesse in Hamburg ein. „Die Fülle von Hass und Gewaltbereitschaft darf so nicht sein.“ Von den Abiturienten erwarte er nicht, dass sie „die Welt retten“. Er erhofft jedoch, dass sie „bei den notwendigen und zukunftsweisenden Entscheidungen nicht kneifen, sondern verantwortlich handeln.

Bilder aus dem vergangenen Jahr und von anderen Abschlussfeiern

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