So funktioniert das neue Umspannwerk in Ascheberg

Erklärt in elf Bildern

Vorbei gefahren ist mit Sicherheit jeder schon einmal an einem. Doch die Warnung vor Hochspannung und die meterhohen Zäune um das Areal verhindern einen Blick in das Innere von Umspannwerken. Unsere Reporterin durfte in Ascheberg hinter die Kulissen blicken: So funktioniert ein Umspannwerk - erklärt in elf Bildern.

ASCHEBERG

, 05.07.2017, 07:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
So funktioniert das neue Umspannwerk in Ascheberg

Egbert Petermann hält die Freileitung und Michael Mühlenkamp das Erdkabel, das verlegt wurde, in der Hand.

In Ascheberg am Altefeld ist gerade das neue Umspannwerk in Betrieb gegangen. Hier wird zum einen die Energie aus den Kraftwerken aber auch die Energie aus den regenerativen Quellen wie Windkraftanlagen eingespeist. Dabei wird die hohe Stromspannung für das Niederspannungsnetz umgewandelt.

Wie das funktioniert, erklärt unsere Fotostrecke:

FOTOSTRECKE
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So funktioniert das Umspannwerk Ascheberg

Kraftwerke produzieren Strom in einer Stärke bis zu mehreren Hunderttausend Volt. Damit kann man natürlich weder Waschmaschine noch Fernseher betreiben. Daher muss der Strom auf eine Spannung heruntergeregelt werden, die für Geräte im Haushalt geeignet ist. Dafür gibt es so genannte Umspannwerke.
04.07.2017
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Der Strom aus den Kraftwerken und Windkraftanlagen kommt im Umspannwerk an. © Foto: Helga Felgenträger
Der Strom fließt über das isolierte Kabel in den Transformator. Die spiralförmigen Verkleidungen aus Porzellan sind Isolatoren. Sie sorgen dafür, dass der Strom nicht überspringt und es zu einem Kurzschluss kommt.© Foto: Helga Felgenträger
Der Transformator wandelt den Strom von 110 000 Volt in niedrigere Spannungen - 30 000 Volt und 10 000 Volt - um.© Foto: Helga Felgenträger
Aus dem Transformator führt das schwarze Erdkabel mit den niedrigeren Spannungen (30 000 und 10 000 Volt) dann zum Schalthaus.© Foto: Helga Felgenträger
Im Schalthaus laufen die Stromkabel aus dem Mittel- und Niederspannungsnetz zusammen. Von hier aus wird der Strom zu den Trafo-Stationen im Ort verteilt.© Foto: Helga Felgenträger
Michael Mühlenkamp und Egbert Petermann (v.l.) vor der Schaltanlage, in der die Kabel ankommen und dann ins Ortsnetz verteilt werden.© Foto: Helga Felgenträger
Im Keller der Schaltanlage kommt das dicke Stromkabel für die Verteilung an die Haushalte an.© Foto: Helga Felgenträger
In den Ortsteilen stehen Trafo-Häuschen, in denen der Strom von 10 000 Volt nochmal umgewandelt wird in 400 Volt und 230 Volt, so, wie er schließlich aus der Steckdose kommt.© Foto: Helga Felgenträger
Das Stromnetz kann man sich wie ein Straßennetz vorstellen: Die großen Freileitungen mit 110 000 Volt sind die Autobahnen und die kleinen Erdkabel mit 10 000 Volt, die in die Orte gehen, sind die Landstraßen.© Foto: Helga Felgenträger
In diesem Gebäude können Egbert Petermann und Michael Mühlenkamp die Leistung des Umspannwerks überwachen. Auf die Ascheberger Anlage kann auch die Netzleitstelle Arnsberg im Störungsfall zugreifen.© Foto: Helga Felgenträger
Egbert Petermann hält die Freileitung und Michael Mühlenkamp das Erdkabel, das verlegt wurde, in der Hand.© Foto: Helga Felgenträger
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Eine Umspannanlage ist Teil des Stromnetzes und dient der Verbindung unterschiedlicher Spannungsebenen. Denn die elektrische Energie wird auf ihrem Weg vom Kraftwerk, wo sie erzeugt wird, zum Endverbraucher auf mehreren Spannungsebenen transportiert, um eine möglichst verlustarme Übertragung zu erreichen.

Die Umspannanlage in Ascheberg transformiert die elektrische Energie beispielsweise von 110.000 Volt auf 30.000 oder 10.000 Volt. Für den einzelnen Verbraucher wird diese Spannung dann in Ortsnetzstationen auf 400 Volt umgespannt. Über dieselben Spannungsebenen werden in umgekehrter Richtung die regenerativen Energien aus der Region zum Weitertransport in das Stromnetz eingespeist. 

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