Neuer Standort für Sozialkaufhaus in Herbern gesucht

rnEhemals Menninghaus

Der Standort des Sozialkaufhauses an der Südstraße 15 ist verkauft. Es sollen dort Wohnungen für Pflegebedürftige entstehen. Was passiert dann mit dem Sozialkaufhaus?

Herbern

, 20.03.2019, 15:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Das Sozialkaufhaus soll auf jeden Fall in Herbern weiter existieren“, sagt Reinhard Hartwig auf Anfrage der Redaktion. Diese grundsätzliche Entscheidung sei schon einmal wichtig. Der Bedarf sei nach wie vor da „und die ehrenamtlichen Mitarbeiter haben ihre Bereitschaft erklärt, nach einem Umzug weiterzumachen“, sagt Hartwig.

Neuer Standort für Sozialkaufhaus in Herbern gesucht

Im Oktober 2015 eröffnete das Sozialkaufhaus Herbern an der Südstraße 15. Die Bürger spendeten damals massenhaft Kleidung. Auch heute noch sei der Strom der Spenden groß. © Tina Nitsche (A)

Hartwig, lange Jahre Vorstand der Volksbank Ascheberg-Herbern, ist intimer Kenner Herberns und kümmert sich in seiner Funktion als Mitglied des Pfarreirates St. Lambertus um das Projekt. Denn das Sozialkaufhaus ist über die Flüchtlingshilfe letztlich ein Angebot der Kirchengemeinde St. Lambertus.

Nachdem das Gebäude an der Südstraße 15 bei einer Zwangsversteigerung in der vergangenen Woche seinen Besitzer gewechselt hat, möchte der neue Eigentümer, Unternehmer Joachim Raguse, dort Wohnungen für Pflegebedürftige bauen.

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Raguse hofft auf eine schnelle Umsetzung seiner Pläne. Reinhard Hartwig glaubt dagegen, dass das Sozialkaufhaus dort noch etliche Monate bleiben kann. „Ich denke, wir müssen uns innerhalb des nächsten halben oder dreiviertel Jahres nach einem neuen Standort umsehen.“

Suche nach neuem Standort fürs Sozialkaufhaus

Das dürfte nicht ganz einfach sein, zumal zu den jetzigen Konditionen. Die Fläche, die dem Kaufhaus zur Verfügung steht, ist groß, „aber sehr preiswert. Ich glaube kaum, dass wir so etwas nach einmal finden“, mutmaßt der Herberner.

Gleichwohl setzt er auf das Entgegenkommen von Herberner Immobilienbesitzern für die gute Sache. „Wir haben drei oder vier Objekte im Auge, aber noch nicht mit den Eigentümern gesprochen“, sagt Hartwig. Er hofft, dass ihm eventuelle Vermieter preislich entgegenkommen.

Eventuell muss Sozialkaufhaus das Angebot straffen

Wie groß die neue Bleibe mindestens sein muss, kann er nicht beziffern. „Das müssen wir mal schauen.“ Möglicherweise müsse man das Angebot straffen, falls nicht so viel Grundfläche zur Verfügung steht, und Ladenhüter zum Beispiel der Kolpingsfamilie Ascheberg zur Weiterverwertung überlassen.

Klar ist für Hartwig, dass das Dorf das Sozialkaufhaus weiter benötige. Es gebe genügend Nachfrage und „außerdem ist die Spendenflut für das Sozialkaufhaus ungebrochen“.

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