Kirchturm von St. Benedikt lockt tierische Besucher an

St. Benedikt in Herbern

Schön anzusehen und anzuhören sind die vermeintlich neuen Bewohner des Kirchturms in Herbern. Eine ganze Familie hat es sich dort gemütlich gemacht. Allerdings waren eigentlich andere Gäste vorgesehen.

Herbern

, 14.07.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Kirchturm von St. Benedikt haben es sich Turmfalken gemütlich gemacht.

Im Kirchturm von St. Benedikt haben es sich Turmfalken gemütlich gemacht. © Eva-Maria Spiller

Seit 14 Tagen fliegt eine Turmfalken-Familie über den Kirchplatz der Kirche St. Benedikt in Herbern. Küster Uwe-Reiner Bochmann ist aufgrund des Piepens auf die neuen Bewohner aufmerksam geworden. „Seit ungefähr zwei Wochen dient der Kirchturm als Refugium für die Turmfalken“, sagt Bochmann.

Im Turm der Kirche wurde vor ein paar Jahren eine Fahne ausgebaut, um dort einen Nistkasten einzubauen. Die Gemeinde hatte gehofft, dass Wanderfalken dort nisten würden. Die sind nämlich gut darin, Tauben zu verscheuchen. Turmfalken sind dafür eigentlich zu klein. Ob die Turmfalken-Familie dort nächtigt oder überhaupt in den Nistkasten geht, weiß Bochmann nicht.

„Bereicherung für den Kirchplatz“

Es wurden bisher vier bis fünf Turmfalken beobachtet. Darunter auch Jungtiere. „Eine Bereicherung für den Kirchplatz“, findet Küster Uwe-Reiner Bochmann. In den vergangenen Jahren haben Dohlen den Nistkasten für sich in Anspruch genommen und darin ihre Jungen großgezogen. Ein Wanderfalke habe sich bisher noch nicht in den Kirchturm in Herbern verirrt.

Turmfalken sind die meist verbreitetste Art von Falken in Mitteleuropa. Die Vögel haben Städte als ihren Lebensraum „erobert“. Wie der Name schon vermuten lässt, bevorzugt der Turmfalke hochgelegene Nistplätze. So wie den Kirchturm von St. Benedikt.

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