Tafeln in Ascheberg und Herbern bald sehr modern

Renovierung

Die Tafel renoviert ihre Ascheberger Ausgabestelle. Das kostet knapp zwei Wochen Zeit - aber bringt bereits jetzt ganz viel Lob. Denn das neue Zuhause ist beim Energiesparen und der Hygiene ganz weit vorn. Unterdessen verzögert sich in Herbern der Umzug in die neuen Räume.

ASCHEBERG/HERBERN

, 21.09.2017, 05:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tafeln in Ascheberg und Herbern bald sehr modern

Tafelchef Martin Hörster (l.), Vorstandsmitglied Hildegard Fenski (M.) und Martin Wolf von der Gemeinde (2. v. r.) freuen sich über zwei Spenden an die Tafel von Dr. May und Dr. Marcel Töpfer von der Marien- und der Brunnen-Apotheke sowie von Svenja Höhfeld (r.) von der Firma Reklame As.

Im kommenden Jahr feiert die Ascheberger Tafel ihr zehnjähriges Bestehen. Doch bis zum kleinen Jubiläum will Tafel-Chef Martin Hörster (64) mit Sanierungsarbeiten an der Ausgabestelle im Industriegebiet West nicht warten: „Wir starten am Montag, 16. Oktober und hoffen, am 27. Oktober fertig zu sein.“

Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Zentrale in Ascheberg, sondern auch die Filiale in Herbern. „Da die Ausgabestelle im Jochen-Klepper-Haus von Ascheberg aus versorgt wird, müssen wir auch sie während der Umbauarbeiten schließen“, sagt er.

Diese Punkte, die unter dem Thema Energiesparen und Hygiene stehen, hat sich die Tafel für ihre Zentrale an der Nordweststraße 1 vorgenommen:

  • Energieeinsparung durch Dämmung des Daches und effektive Abtrennung des Anlieferbereiches vom Rest.
  • Anstrich mit einer lebensmittelechten Farbe, um alles feucht abwischen zu können.
  • Die Arbeitsbereiche werden gefliest.
  • Martin Hörster: „Wir bekommen eine neue Edelstahlküche. Auch das dient der verbesserten Hygiene.“

Stiftungen schießen Geld zu

Etwa 33.000 Euro hat die Hilfsorganisation, die keinerlei öffentliche Gelder erhält, für die Maßnahmen kalkuliert. Die Finanzierung muss über Spenden funktionieren. Ein Teil der Kosten ist bereits gedeckt. „Die Lidl-Pfandgeld-Stiftung gibt 10.000 Euro“, sagt Vorstandsmitglied Hildegard Fenski. Außerdem hätten die Tietze- und die Bürgerstiftung großzügige Unterstützung zugesagt.

Aber es kommt auch auf die kleinen Beträge an, sagt Hörster. Und so freute er sich, dass er bei der Vorstellung der Renovierungsarbeiten zwei Spenden entgegennehmen konnte, die aus der jüngsten italienischen Nacht stammten: Das Ehepaar Töpfer von der Marien- und der Brunnenapotheke brachte einen Scheck über 250 Euro mit, Svenja Höhfeld spendete für die Firma Reklame As 90 Euro.

Höchstes Lob von der Gemeinde

Neben ihnen freute sich auch Martin Wolf über die geplanten Umbauarbeiten. Wolf ist Klimaschutzbeauftragter der Gemeinde Ascheberg und zollte der Tafel höchstes Lob für ihr Vorhaben: „Das ist für den Klimaschutz ein wunderbares, integriertes Projekt, mit dem Sie verschiedene Ziele in einem Arbeitsgang erreichen.“

In Herbern dauert hingegen alles ein bisschen länger: Der Einzug der Tafel in das renovierte Gebäude der ehemaligen Metzgerei Berger, Südstraße 30, verzögert sich voraussichtlich bis Mitte November. Grund ist laut Tafel-Chef Martin Hörster der Brandschutz, der den Ersatz einer alten Holz- durch eine neue Steintreppe erforderlich macht.

Bis dahin verteilt die Tafel in Herbern Lebensmittel an bedürftige einmal die Woche im Jochen-Klepper-Haus an der Ostlandstraße.

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