Stück „De Wunnerdoktor“ begeistert: Affären, liebesfördernder Tee und plattdeutsche Auswüchse

rnFotos von der Laienspielschar

Liebesfördernder Tee, zurückliegende Affären und sprachliche Auswüchse - die Premiere von „De Wunnerdoktor“ startete vielversprechend. Dabei überzeugten zwei Debütanten der Laienspielschar Hebern.

Herbern

, 29.12.2019, 16:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Paul Ophaus mimte in dem plattdeutschen Stück „De Wunnerdoktor“ der Laienspielschar Herbern zwar nur den Rentner August Muffelkamp, der bei der Gemeinderatssitzung einschlief. Dennoch war ihm das Stück sehr wohl bekannt, da es mit ihm zusammen bereits 1983 von derselben Laienspielschar auf die Bühne gebracht wurde.

Jetzt feierten sie eine gelungene Premiere als Auftakt von insgesamt sieben Vorstellungen bis zum 11. Januar. „Es ist alles ausverkauft“, freute sich Ophaus, Vorsitzender der Laienspielschar.

Bereits bei der Premiere am Samstagabend, 28. Dezember, in der Aula der Theodor-Fontane-Schule in Herbern war jeder Platz belegt. Die Resonanz war groß, denn bei den insgesamt zwölf Akteuren, die auf der Bühne standen, waren drei neue Mimen dabei.

Naturheilpraktiker bekommt Arbeitsverbot

„Wir wollten nach vielen modernen Stücken auch mal wieder ein Stück spielen, in dem viele und vor allem jüngere Leute mitspielen können“, versicherte Marion Kraß, die zusammen mit Carolin Frigge Regie geführt hat.

Das Stück spielte in den 60er-Jahren im fiktiven Kurort Grummelshagen, wo der Naturheilpraktiker Jan Vosskämper (Kai Nienhaus) vom Bürgermeister und Gastwirt Philipp Musenbrink (Christoph Freise) und dem Gemeinderat Arbeits- und Verkaufsverbot erhielt.

Tee als liebesförderndes Mittel

Als er noch sein Buch der Gemeinde als Geschenk anbot, in dem neben den Rezepten auch die Käufer des Bleibtreu-Tees verzeichnet waren, kam Hektik auf.

Dieser Tee wurde bereits von Vosskämpers Vater als liebesförderndes Mittel verkauft. Musenbrink hat es selbst als junger Mann benutzt und eine Affäre mit der schrulligen Lehrerin Fräulein Clementine Kümmeldiek gehabt.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Premiere Laienspielschar Herbern "De Wunnerdoktor"

Liebesfördernder Tee, zurückliegende Affären und sprachliche Auswüchse - es geht turbulent zur Sache im Stück „De Wunnerdoktor“ der Laienspielschar Herbern.
29.12.2019
/
Die Premiere von "De Wunnerdoktor" begeisterte das Publikum.© Elvira Meisel-Kemper
Die Premiere von "De Wunnerdoktor" der Laienspielschar Herbern überzeugte mit plattdeutscher Sprache und Spielwitz.© Elvira Meisel-Kemper
Die Premiere von "De Wunnerdoktor" der Laienspielschar Herbern überzeugte mit plattdeutscher Sprache und Spielwitz.© Elvira Meisel-Kemper
Die Premiere von "De Wunnerdoktor" der Laienspielschar Herbern überzeugte mit plattdeutscher Sprache und Spielwitz.© Elvira Meisel-Kemper
Die Premiere von "De Wunnerdoktor" der Laienspielschar Herbern überzeugte mit plattdeutscher Sprache und Spielwitz.© Elvira Meisel-Kemper
Die Premiere von "De Wunnerdoktor" der Laienspielschar Herbern überzeugte mit plattdeutscher Sprache und Spielwitz.© Elvira Meisel-Kemper
Die Premiere von "De Wunnerdoktor" der Laienspielschar Herbern überzeugte mit plattdeutscher Sprache und Spielwitz.© Elvira Meisel-Kemper
Die Premiere von "De Wunnerdoktor" der Laienspielschar Herbern überzeugte mit plattdeutscher Sprache und Spielwitz.© Elvira Meisel-Kemper
Die Premiere von "De Wunnerdoktor" der Laienspielschar Herbern überzeugte mit plattdeutscher Sprache und Spielwitz.© Elvira Meisel-Kemper
Die Premiere von "De Wunnerdoktor" der Laienspielschar Herbern überzeugte mit plattdeutscher Sprache und Spielwitz.© Elvira Meisel-Kemper
Die Premiere von "De Wunnerdoktor" der Laienspielschar Herbern überzeugte mit plattdeutscher Sprache und Spielwitz.© Elvira Meisel-Kemper
Die Premiere von "De Wunnerdoktor" der Laienspielschar Herbern überzeugte mit plattdeutscher Sprache und Spielwitz.© Elvira Meisel-Kemper
Die Premiere von "De Wunnerdoktor" der Laienspielschar Herbern überzeugte mit plattdeutscher Sprache und Spielwitz.© Elvira Meisel-Kemper
Die Premiere von "De Wunnerdoktor" der Laienspielschar Herbern überzeugte mit plattdeutscher Sprache und Spielwitz.© Elvira Meisel-Kemper
Die Premiere von "De Wunnerdoktor" der Laienspielschar Herbern überzeugte mit plattdeutscher Sprache und Spielwitz.© Elvira Meisel-Kemper
Die Premiere von "De Wunnerdoktor" der Laienspielschar Herbern überzeugte mit plattdeutscher Sprache und Spielwitz.© Elvira Meisel-Kemper
Die Premiere von "De Wunnerdoktor" der Laienspielschar Herbern überzeugte mit plattdeutscher Sprache und Spielwitz.© Elvira Meisel-Kemper
Die Premiere von "De Wunnerdoktor" der Laienspielschar Herbern überzeugte mit plattdeutscher Sprache und Spielwitz.© Elvira Meisel-Kemper
Die Premiere von "De Wunnerdoktor" der Laienspielschar Herbern überzeugte mit plattdeutscher Sprache und Spielwitz.© Elvira Meisel-Kemper
Die Premiere von "De Wunnerdoktor" der Laienspielschar Herbern überzeugte mit plattdeutscher Sprache und Spielwitz.© Elvira Meisel-Kemper

Schon bald ging die Jagd nach dem Buch los, denn Musenbrink wollte nicht, dass seine Frau Emma Musenbrink (Monika Voss) davon erfuhr. Ebenso wollte Emma Musenbrink das verhindern, denn sie hatte damals eine Affäre mit Wilhelm Drüppenfall (Manfred Neuhaus), wie Kümmeldiek Mitglied im Gemeinderat.

Premiere für zwei Darsteller

Um den Witz noch zu steigern, weinte Tine Musenbrink (Katharina Heimann), Tochter von Emma und Philipp, um die Beziehung zu Hans, der als Arzt und Neffe des Naturheilpraktikers eingeschleust worden war. Auch der naseweise Schüler und Neffe von Vosskämper Peter (Simon Wesselmann) spielte eine tragende Rolle.

Beide Darsteller standen zum ersten Mal auf der Bühne und begeisterten durch ihren Spielwitz und durch ihre plattdeutsche Sprache.

„De Wunnerdoktor“ endet mit Happy End

Im dritten Akt tauchte auch noch Betty (Veronika Rupke) als Kurgast aus Kalifornien auf. Sie erhielt von Peter Unterricht in der plattdeutschen Sprache mit erheiternden sprachlichen Auswüchsen. Am Ende standen mit Betty und Bernd Blökemann (Peter Schulze Horn), Mauerer und Gemeinderatsmitglied, und Tine und Hans zwei glückliche Paare auf der Bühne.

Stück „De Wunnerdoktor“ begeistert: Affären, liebesfördernder Tee und plattdeutsche Auswüchse

Die Laienspielschar Herbern überzeugte bei der Premiere: (v.l.) Peter, Hans, Wilhelm Drüppenfall, Jan Vosskämper, Clementine Kümmeldiek (im Sessel), Philipp Musenbrink, Betty, Bernd Blökemann diskutieren in der Kurklinik. © Elvira Meisel-Kemper

Vosskämper durfte wieder praktizieren, da ja alle auch heimlich bei ihm gekauft hatten, und die Lebensbeichte des Ehepaares Musenbrink machte das Buch vollkommen überflüssig. Begeisterter Applaus belohnte alle Akteure und besonders die jungen und neuen Darsteller.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt
Ruhr Nachrichten Hotel Wolfsjäger Herbern
Neustart im Hotel Wolfsjäger: Ehepaar Bleckmann übernimmt früher als gedacht und hat neue Pläne