Thema Windkraft in Ascheberg gewinnt an Dynamik

Fragen und Antworten

Die Windkraft-Frage in Ascheberg dominierte - einmal mehr - eine Sitzung des Planungsausschusses. Nun bekommt die Sache aber eine unbequeme Dynamik. Denn Ende des Jahres läuft die bisherige, auskömmliche Vergütungsregelung für Strom aus Wind aus. Gleichzeitig kommen neue Probleme ins Spiel.

ASCHEBERG

, 13.05.2016, 15:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Thema Windkraft in Ascheberg gewinnt an Dynamik

Das Thema Windkraft weht seit 15 Jahren in unterschiedlichen Stärken durch die Ascheberger Politik.

Die Sitzung des Planungsausschusses am Mittwochabend war teils nur als skurril zu bezeichnen. Denn aufgrund neuer, aber nicht spontan zu klärender Befangenheits-Regelungen saßen während der Debatte fünf stimmberechtigte Volksvertreter auf den Zuschauerbänken. Windkraft und kein Ende – wir haben, nicht ganz ernst gemeint, Fragen und Antworten zusammengestellt.

Woher weht der Wind eigentlich?

Gute Frage. Die Bundespolitik will regenerativen Energie wie Windkraft Vorrang gewähren und bläst mit Macht zur Energiewende.

 

Und wer stemmt sich diesem frischen Wind entgegen? 

Eigentlich niemand, denn sauber produzierten Windstrom statt Atomkraft wollen doch alle, oder? Sicher, aber vielleicht nicht direkt vor der eigenen Haustür. Sondern lieber ein Stück weiter weg.

 

Wo darf man denn künftig Räder säen, um Sturmprofite zu ernten?

In vier eng definierten Flächen, verteilt aufs Gemeindegebiet. Zwei davon finden sich in Herbern und Umgebung, nämlich Forsthövel und Nordick.

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Nimmt die Windstärke denn nun zu?

Schon, denn nur noch bis Ende des Jahres können Antragsteller für neue Windräder mit festen Preisen für ihren Strom rechnen. Eile tut also Not, um das Ascheberger Genehmigungsverfahren bis Ende des Jahres durchzubekommen.

 

Wer ist der ruhende Pol im Auge des Sturmes?

Ganz klar der Planer Thomas Aufleger vom Oldenburger Büro NWP. Er weiß selbst auf die windigsten Ideen unserer Lokalpolitiker sachliche Antworten und lenkt die stürmische Debatte immer wieder in ruhige Bahnen.

 

Rotmilan-Population, Störung der Flugsicherheitszone, Befangenheitsregelungen für Politiker. Viele Böen blasen dem Windkraft-Vorhaben ins Gesicht?

Ja, sagt auch Planer Aufleger, das hat aber mit dem jetzigen planerischen Verfahren noch nichts zu tun. Ob diese Argumente später den Räder den Wind aus den Segeln nehmen, müsse sich im anschließenden Genehmigungsverfahren zeigen.

 

Seit 15 Jahren wird in Ascheberg über Windkraft diskutiert. Geht dem Thema nicht langsam mal die Luft aus?

Nein.  

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