Übermittagsbetreuung in Herbern ist ausgelastet

Essen in der Profilschul-Mensa

Die Übermittagbetreuung (ÜMB) an der Mariengrundschule in Herbern ist an die Grenze ihrer Belastung angelangt. Erste Maßnahme: Das Mittagessen sollen die Kinder künftig nicht mehr in eigenen Räumen, sondern in der Profilschul-Mensa auf der anderen Straßenseite einnehmen.

HERBERN

, 03.02.2016, 18:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Übermittagsbetreuung in Herbern ist ausgelastet

Blick in den Speiseraum.

Diese Pläne und weitergehende Überlegungen stellten Lutz Billermann und Katharina Heinen vom ÜMB-Vorstand am Dienstagabend dem Schulausschuss vor. Billermann: „Der Bedarf steigt. Wir haben mehr Kinder, die häufiger die Betreuung nutzen.“

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ÜMB in Herbern ist ausgelastet

Die Übermittagbetreuung (ÜMB) an der Mariengrundschule in Herbern ist an die Grenze ihrer Belastung angelangt. Erste Maßnahme: Das Mittagessen sollen die Kinder künftig nicht mehr in eigenen Räumen, sondern in der Profilschule-Mensa auf der anderen Straßenseite einnehmen.
03.02.2016
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Willkommensschild an der Kellertür der Mariengrundschule.© Foto: Jörg Heckenkamp
Leo (6) und Betreuer Klaus Lemke (61) an der Werkbank im sogenannten Leise-Raum.© Foto: Jörg Heckenkamp
Andrea Jabsen, Vize-Vorsitzende des Betreuungsvereins, zeigt den Flur im Keller der Schule.© Foto: Jörg Heckenkamp
Blick in die Küche, die nach Vorstellungen des Vereins bald als zusätzlicher Betreuungsraum genutzt werden könnte.© Foto: Jörg Heckenkamp
© Foto: Jörg Heckenkamp
Blick in den Speiseraum.© Foto: Jörg Heckenkamp
Der Gourmet-Tempel ist der aktuelle, kleine Speiseraum, in den maximal 30 Kinder passen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Schild an der Küchentür.© Foto: Jörg Heckenkamp
Leo (6) und Betreuer Klaus Lemke (61) an der Werkbank im sogenannten Leise-Raum.© Foto: Jörg Heckenkamp
Blick in den sogenannten Leise-Raum der ÜBM.© Foto: Jörg Heckenkamp
Im Laut-Raum ist ordentlich was los.© Foto: Jörg Heckenkamp
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50 Kinder pro Tag sprengen die Kapazitäten

Konsequenz: Bis zu 50 Kinder an einem Tag nutzten das Angebot der Betreuung mit Essen und bringen sowohl die Mitarbeiter als auch das Raumangebot an die Grenzen der Kapazitäten.

Als Lösung schlägt der Verein die Verlagerung des Essens in die benachbarte Mensa der Profilschule/Theodor-Fontane-Hauptschule vor, die sich gegenüber an der Altenhammstraße befindet. Katharina Heinen: „Wir haben bereits ein Probeessen mit den Kindern dort gemacht, das hat gut funktioniert.“

Ess- und Küchenbereich soll umgebaut werden

In einem zweiten Schritt soll die Gemeinde dann 8000 Euro für den Umbau des Ess- und Küchenbereiches in einen erweiterten Spiel- und Aufenthaltsbereich zur Verfügung stellen. Billermann: „Aktuell haben wir zwei Spielräume, die Küche und den Essbereich im Keller der Mariengrundschule. Das reicht kaum noch aus.“

Die Situation dürfte sich verschärfen. Trotz künftig zurückgehender beziehungsweise stagnierender Schülerzahlen an der Herberner Grundschule wird die Zahl der ÜMB-Kinder laut Prognose weiter klettern. Katharina Heinen: „Wir haben im Moment 63 Verträge. Tendenz steigend.“

Politik genehmigt den Umbau noch nicht

Die Politik begrüßte einhellig die Verlagerung des Mittagessens. Schulfachbereichsleiter Alexander Ruhe: „Das ist eine perfekte Synergie.“ Das Geld für etwaige Umbauten wollte die Politik am Dienstag allerdings (noch) nicht bewilligen. Maria Schulte-Loh (CDU): „Wir sollten bis Sommer die Entwicklung und die Ergebnisse des in Aufstellung befindlichen Schulentwicklungsplanes abwarten.“

Dem Vorschlag folgte der Ausschuss einstimmig. Auch die ÜMB kann damit leben. Lutz Billermann: „Das ist ein guter Weg. Wir wollen nur sicherstellen, dass wir kein Kind aus Kapazitätsgründen ablehnen müssen.“  

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