Überraschend: Pfarrer Franken verlässt Ascheberg

Lambertus-Gemeinde

Schock für viele Gläubige am Sonntag in der Ascheberger Lambertus-Kirche: Völlig überraschend hat Gemeindepfarrer Carsten W. Franken verkündet, dass er die Gemeinde verlassen wolle - und zwar unverzüglich. Fassungslosigkeit machte sich breit. Wir haben seine Rücktrittserklärung im Wortlaut.

ASCHEBERG

13.03.2016, 12:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Niemand von den vielen Kirchbesuchern hatte am Sonntagmorgen auch nur ansatzweise eine Ahnung, wie besonders die Messe in der St. Lambertuskirche enden würde. Alles war wie sonst. Ein ganz normaler Gottesdienst.

Doch dann kam das Ende: „Ich bin von Herzen gerne Pfarrer und habe in dieser Gemeinde viele tolle Menschen kennenlernen dürfen“, sagte Pfarrer Carsten W. Franken zum Schluss der heiligen Messe - und läutete mit weinerlicher Stimme seinen Abschied ein. Er hat sich von Bischof Dr. Felix Genn entpflichten lassen. „Mein Dienst in der Gemeinde endet heute Abend um 0 Uhr!“

Franken: "Ich habe lange abgewägt"

Fassungslosigkeit machte sich in den Kirchenreihen breit. Mit dieser Nachricht hatte niemand gerechnet. Alle Blicke hingen an den Lippen des Geistlichen, der vorne diejenigen um Verzeihung bat, „denen ich auch mal vor den Kopf gestoßen habe oder geärgert haben sollte“.

Seine Entscheidung habe er sich nicht leicht gemacht. „Ich habe lange abgewägt“, gab Franken zu.  Aber nach vielen Gesprächen habe er entschieden, dass eine Veränderung der Gemeinde aber auch ihm gut tun würde.

Einer seiner größten Meilensteine während der Ascheberger Amtszeit war die Fusion der Kirchengemeinde. Hier gibt es noch einiges zu tun. Perspektivisch jedoch, gehen hier die Wege zwischen ihm und dem Pfarreirat auseinander.  

Besucherin: "Ich bin traurig"

„Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“. Lachend, weil es ihm gemeinsam mit den Menschen der Gemeinde gelungen ist, vieles zu gestalten. Weinend, weil er durch seine Entscheidung einige laufende Projekte nicht mehr zu Ende führen kann. Abschließend dankte er allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfern für die Unterstützung. Ein kurzer Abschied ohne eine gemeinsame Feier.

„Ich bin traurig. Natürlich bin ich das. Traurig weil wir in sechs Jahren Miteinander es nicht geschafft haben eine gemeinsame Zukunft zu schaffen“, berichtete Gottesdienstbesucherin Hildegard Kuhlmann nach der Messe. Anderen Besuchern fehlten schlichtweg die Worte. Sie alle hatten nicht mit einer solchen Nachricht gerechnet. „Das war nicht vorhersehbar, dass muss man jetzt erst einmal sacken lassen.“

Pater Jenkner wird nun zunächst erst einmal kommissarisch die Aufgaben in der Kirchengemeinde übernehmen.

Hier die Rücktrittserklärung von Pfarrer Franken im Wortlaut:

 

 

 

 

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