Corona-Tests in Ascheberg: Erhöhte Nachfrage wegen Urlaubern?

rnUrlaub und Corona

Viele Urlauber benötigen einen negativen Coronatest, wenn sie ihre Reise noch antreten wollen. Wirkt sich diese Situation auf die Arztpraxen in Ascheberg aus?

Ascheberg

, 15.10.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit dem 7. Oktober gelten in vielen Bundesländern Beherbergungsverbote für Menschen aus ausgewiesenen Corona-Risikogebieten. Dazu zählen Gemeinden mit einem 7-Tages-Inzidenzwert von über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern.

In Risikogebieten ist die Nachfrage nach Corona-Tests gestiegen. Viele innerdeutsche Urlauber benötigen spontan einen negativen Test, um doch noch in den Urlaub fahren zu können.

Erhöhte Nachfrage auch in Ascheberg?

Der Kreis Coesfeld und somit Ascheberg und Herbern zählen zwar nicht zu einem Risikogebiet. Der benachbarte Kreis Unna aber schon. Macht sich diese Situation bei den Arztpraxen in Ascheberg bemerkbar? Wir haben nachgefragt.

In der Arztpraxis von Dr. Elisabeth Koch sei die Nachfrage nicht gestiegen. Das liege natürlich damit zusammen, dass das Infektionsgeschehen in Ascheberg relativ niedrig ist. Urlauber teste man in der Praxis nur ungern, weil die Labore ausgelastet seien, heißt es auf Nachfrage.

Die Gemeinschaftspraxis Sonnek und Kollegen in der Sandstraße spürt ebenfalls keine erhöhte Nachfrage nach Coronatests. Generell komme man mit der Corona-Situation zur Zeit gut klar. Urlauber teste man, je nachdem ob sie aus einem Risikogebiet kommen oder nicht. Der Preis eines Tests ist unterschiedlich und hänge vom jeweiligen Labor ab.

Ähnlich ist die Situation in der Praxis von Dr. Lohmann und Edsen. Auch hier sei die Anfrage nicht gestiegen. Die Corona-Situation halte sich im Rahmen. Urlauber werden getestet, müssen den Test aber selbst bezahlen.

So ist die Corona-Situation vor Ort

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie wurden in Ascheberg 57 infizierte Personen registriert. Fünf der Fälle gelten als noch aktiv. Am 1. Juli ist eine ältere Aschebergerin in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Der Kreis Coesfeld verzeichnet seit Beginn der Pandemie 1101 bestätigte Infektionen. Zur Zeit gelten 96 Personen im Kreis als aktuell infiziert, 984 gelten als genesen. Im gesamten Kreis gibt es bisher 25 bestätigte Todesfälle.

Die 7-Tages-Inzidenz im Kreis Coesfeld liegt laut dem Robert-Koch-Institut bei 28,56. Die Zahl gibt die Entwicklung der Neuinfizierten Fälle pro 100.000 Einwohner über einen Zeitraum von sieben Tagen an. Ab einer 7-Tages-Inzidenz von 35 und ab 50 gelten schärfere Corona-Maßnahmen.

Das gilt bei einer 7-Tages-Inzidenz von über 50

  • Im öffentlichen Raum dürfen sich nur noch fünf Personen aus unterschiedlichen Haushalten treffen.
  • Die Öffnungszeiten von Kneipen und Restaurants werden eingeschränkt.
  • Veranstaltungen im Freien mit über 500 Teilnehmern werden verboten. Veranstaltungen in Innenräumen mit über 250 Teilnehmer werden verboten.
  • Bei Veranstaltungen gilt eine Maskenpflicht am Platz.
  • Die Teilnehmerzahl bei privaten Feiern im öffentlichen Raum wird auf 25 begrenzt.
Zusätzliche Einschränkungen kann jede Kommune mit der Landesregierung vereinbaren.
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