Verwaltung plant Bau von Flüchtingsunterkünften

In Ascheberg und Davensberg

Ab kommender Woche werden weitere 18 Asylbewerber in die Gemeinde Ascheberg kommen. Die Gemeinde ist dabei, passende Unterkünfte zu finden. Um die Flüchtlinge verhältnismäßig gut unterzubringen, plant man nun mit zwei Großunterkünften, für die die Gemeinde einen siebenstelligen Betrag investieren will.

ASCHEBERG/DAVENSBERG

von Katharina Theißing, Daniele Giustolisi

, 16.09.2015, 13:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Verwaltung plant Bau von Flüchtingsunterkünften

Eine Asylbewerberin trägt ihr kleines Kind auf dem Gelände der Zentralen Ausländerbehörde des Landes Brandenburg in Eisenhüttenstadt. Foto: Patrick Pleul

In der nächsten Woche kommen 18 Asylbewerber in der Gemeinde Ascheberg an, dann leben hier 205 Flüchtlinge. Verglichen mit der Einwohnerzahl ist dies nicht viel. Jedoch muss die Gemeinde diese Menschen unterbringen. Ein Problem: Der Wohnungsmarkt biete keine geeigneten Wohnungen, weder Container, noch winterfeste Zelte konnten besorgt werden, erklärte Klaus van Roje, Mitarbeiter der Verwaltung: „Wir wollen keine Turnhalle belegen, können dies aber weiterhin nicht ausschließen.“

Die Lösung: Die Gemeinde baut selbst zwei Flüchtlingsunterkünfte. Eine in Davensberg in der Amelsbürenerstraße 7, wo schon mal Container standen. Die andere in Ascheberg an der Herbernerstraße, neben der geplanten Rettungswache.

Die Gebäude sollen in leichter Holzrahmenbauweise mit einer Alu-Wellblechverkleidung gebaut werden. Somit belaufen sich die Kosten pro Unterkunft auf 850.00 bis 1 Millionen Euro. Die Gemeinde will einen Kredit bei der kfw-Bank aufnehmen, in 10 Jahren zahlt die Gemeinde den Kredit in zinsfreien Raten zurück.

In den Gebäuden ist dann einmal Platz für 86 (Davensberg), im anderen für 70 Flüchtlinge (Ascheberg). Zwei Personen teilen sich einen Raum von 15 Quadratmetern. Bis zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses guckt sich die Gemeinde nach einem attraktiveren Standort in Ascheberg um, dann könnte noch kurzfristig um entschieden werden. 

Hier sollen die Unterkünfte entstehen:

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