Bei der Aktion „Saubere Landschaft“ fanden Müllsammler sogar Autoreifen im Graben

Müllsammelaktion

Auch in diesem Jahr beteiligten sich viele Herberner an der großen Müllsammel-Aktion. Dabei machten sie besonders viele „eklige Entdeckungen“.

Herbern

, 10.03.2019, 17:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bei der Aktion „Saubere Landschaft“ fanden Müllsammler sogar Autoreifen im Graben

Zum 26. Mal hatte die CDU zur Müllsammlung in Herbern aufgerufen. Auch dieses Mal war die Beteiligung ausgesprochen groß. © Claudia Hurek

Der zweite Vorsitzende des Bürgerschützenvereins konnte es kaum glauben. Gleich zu Beginn der Dorfreinigung, die die Herberner CDU seit Jahren organisiert, fiel ihm eine männliche Person auf, die ihren Unrat in den Graben warf. „Das gibt es doch gar nicht“, empörte sich Johannes Schlüter am Samstag zu Beginn der Dorfreinigung. Er war auf dem Weg zum letzten Wolf an der B54, als ein Mann in Höhe der Abfahrt nach Capelle einen Autoreifen in den Graben warf.

Diesen Streckenabschnitt säubern seit vielen Jahren Mitglieder des Bürgerschützenvereins und der Avantgarde. Gemeinsam mit seinen Töchtern Rebecca, Anna und Jasmine gehört das „Dorfaufräumkommando“ zur Familientradition. „Als die Kinder noch ganz klein waren, haben wir schon mitgemacht“, sagt er. Alexander Spahn von der Jungen Union freut sich über die große Beteiligung: „Diese Aktion ist fast ein Selbstläufer.“

Freiwillige Feuerwehr sicherte für die Aktion die Straße ab

Es waren in Herbern wieder viele Vereine und Institutionen mit von der Partie: MSC Herbern, Heimatverein, Kolping Spielmannszug, Siedlergemeinschaft Benedikt, Freiwillige Feuerwehr (sie übernehmen auch die Absicherung entlang der Bundesstraße 54) , Schützenverein Nordick, KLJB, Gebrauchshundeverein, JRK, SV Herbern , RV von Nagel, Siedlergemeinschaft Siepen, Schützenverein Horn, SPD, UWG und FDP.

Neben vielen weiteren Privatpersonen machten sich auch Eltern der Kita St. Hildegardis mit Kind und Kegel auf zum Müllsammeln. Zur liebgewonnenen Tradition gehört für die Bürgerschützen das Frühstück in der Gaststätte zur alten Mühle. Neben reichlich Schnapsflaschen nimmt inzwischen der Hundekot ein im wahrsten Sinne des Wortes „ziemlich ekliges Ausmaß an“, wie die Eltern der Kita-Kinder feststellen mussten. Dabei sei es doch kein Problem, die Hinterlassenschaft mit einer Tüte zu entsorgen.

Stärkung für alle fleißigen Helfer

Pünktlich zum Ende der Aktion um 11.30 Uhr konnten sich alle Helfer in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr bei Erbsensuppe mit Brötchen stärken. Für die Kinder, hier stand bei den meisten die Erbsensuppe nicht so hoch im Kurs, warf Maria Aschoff eine Portion Pommes nach der anderen in die Fritteuse.

Die Dorfreinigung fand in diesem Jahr zum 26. Mal statt und war wieder ein voller Erfolg. Die Gräben sind nun wieder in und um das Dorf herum zumindest vorübergehend „porentief“ rein.

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