Firma aus Herbern: Virentötender Mundschutz könnte bald in den Regalen stehen

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Die Firma KL Medical aus Herbern ist an der Produktion neuartiger Corona-Masken beteiligt. Der antivirale Einmal-Mundschutz soll bald in den Verkauf gehen. Ein weiteres Produkt ist in der Entwicklung.

Herbern

, 20.11.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch hält er kein reales Exemplar in seinen Händen - aber immerhin mit den Mustern für die neuen virenabtötenden Masken rechnet der Herberner Unternehmer Joachim Raguse schon in der kommenden Woche, wie er am Mittwoch (18. November) auf Anfrage unserer Redaktion erklärte.

Ein antiviraler Mundschutz - das sei an sich keine völlig neue Errungenschaft. In der Form, in der ihn Raguses Firma KL Medical gemeinsam mit den Kooperationspartnern in Sachsen und Bayern produziert, ist er es allerdings durchaus. Der Grund: Es handelt sich eben nicht um waschbare, wieder verwendbare Masken. „Wir sind das erste Unternehmen, das einen antiviralen Einmalmundschutz auf den Markt bringt“, sagt Raguse.

Partner-Firma produziert 800.000 Masken pro Monat

Der neue Mundschutz sei von einer Experten-Firma getestet worden. Das Ergebnis: Er funktioniert. Bei der äußeren Schicht der dreilagigen Masken handelt es sich laut dem Herberner Unternehmer um ein virentötendes Vliesmaterial. Und da kommt selbst das kleinste Coronatröpfchen nicht unbeschadet hindurch - egal, ob von außen oder von innen.

Die Masken werde man künftig genau wie die bisherigen am Standort in Sachsen produzieren. Aktuell werden dort 800.000 Mundschutze im Monat gefertigt. „Wir warten jetzt nur noch auf Verpackungsmaterial und Kartonagen, die entsprechend bedruckt werden sollen“, so Raguse weiter. Schließlich wolle man sich ja auch optisch von den normalen Masken abheben - inklusive der Verpackung. Der Preis für eine der neuen Masken sei jedoch noch nicht fix.

Auch virentötende Schutzkittel sollen produziert werden

Fest steht hingegen: Der antivirale Einmalmundschutz geht in den offenen Verkauf. Raguse rechnet vor allem mit Kliniken, Pflegeheimen und Co. als Abnehmer für das neue Produkt. Grundsätzlich könnten aber auch Apotheken und Supermärkte die neuen Masken in ihr Sortiment aufnehmen.

Ein weiteres „Anti-Corona-Produkt“, das bald am Herberner Unternehmensstandort produziert werden soll, sind Schutzkittel, die virendicht und virenabtötend sind, aber dennoch atmungsaktiv. Auch hier sei man aktuell in der Entwicklung, so Raguse. Es handle sich um die gleiche Technologie wie bei den Masken. Allerdings würden andere Rohmaterialien verwendet. Auch jetzt schon werden in Herbern täglich bis zu 6000 Schutzkittel produziert. Viren abtöten kann bislang aber keiner davon.

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