Volksbank aus Wohnpark St. Joseph ausgestiegen

Neue Vermarktung nötig

Die Volksbank Ascheberg-Herbern ist raus aus der Vermarktung für den Wohnpark St. Joseph. Die ursprünglich 29 geplanten Wohneinheiten werden auf dem Gelände des alten Krankenhauses „so nicht mehr entstehen“, sagt Immobilienvermittlerin Tanja Ostgathe. Wie geht es jetzt weiter an der Altenhammstraße?

HERBERN

, 03.08.2017, 07:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Volksbank aus Wohnpark St. Joseph ausgestiegen

Das alte Baustellenschild mit der Volksbank als Vermarkter steht noch. Wie jetzt bekannt wurde, soll der Verkauf der geplanten Wohneinheiten auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses an der Altenhammstraße ab September noch einmal neu starten – diesmal ohne das Bankinstitut.

Geplant war, auf dem Gelände des alten und mittlerweile abgerissenen Malteserstiftes fünf Gebäudekomplexe mit insgesamt 29 Wohneinheiten zu errichten. Die Vermarktung der Eigentumswohnungen übernahm zunächst die Volksbank.

Vertrag bereits vor vier Monaten ausgelaufen

Wie unsere Redaktion jetzt erfuhr, existiert der Vertrag zwischen dem Bankinstitut und dem Bauherren H+T Konzeptbau aus Vreden aber bereits seit vier Monaten nicht mehr. „Der Vertrag ist ausgelaufen, das ist ein ganz normaler Vorgang“, sagte Tanja Ostgathe am Mittwoch auf Anfrage. In Abstimmung mit der Baufirma habe man den Vertrag nicht verlängern wollen.

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Das bestätigte am Mittwoch auch H+T-Geschäftsführer Wolfgang Hoffschlag. „Das war in beidseitigem Einverständnis.“ Auf die Frage nach dem Warum sagte Hoffschlag: „Die Volksbank Ascheberg-Herbern konnte kein ausreichendes Käuferpotenzial schaffen.“

Ende Januar hatte die Volksbank mitgeteilt, dass bis dato nicht einmal die Hälfte der Wohnungen verkauft waren. Damals hoffte man noch, dass das Interesse nach dem Abriss des alten Krankenhauses steigen würde und wies ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei dem geplanten Projekt nicht um eine Senioren-Wohnanlage handelt. Geholfen hat es am Ende nicht. Gerade einmal sieben von 29 Wohneinheiten seien reserviert gewesen, so Hoffschlag. „Das reicht nicht, um mit dem Bau zu beginnen.“

Das ist für den weiteren Verlauf geplant

Trotzdem will die Baufirma aus Vreden weitermachen. Laut Hoffschlag setzt man weiterhin auf Eigentumswohnungen und eine familiengerechte Mischung: junge Familien, Singles, Paare, Senioren. Hinzugekommen sind vier Doppelhaushälften. Die geplante Tiefgarage sei aus dem neuen Konzept komplett rausgeflogen. Hoffschlag: „Wir liegen mit der Planung in den letzten Zügen, sodass wir die neuen Bauanträge bald stellen können.“

Nach den Sommerferien, voraussichtlich Anfang oder Mitte September, wolle man einen neuen Anlauf starten und die Wohneinheiten vermarkten. „Wobei die schon vorhandenen Interessenten natürlich bevorzugt werden.“ 

Das sieht das neue Konzept vor:
Die Baufirma H+T hat ihr Konzept für das Gelände an der Altenhammstraße überarbeitet. Geplant sind:
vier Doppelhaushälften;
zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils fünf Wohneinheiten;
zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils sechs kleineren Wohneinheiten;
insgesamt: 26 Wohneinheiten.
Die Kaufpreise für das alte Konzept betrugen zwischen 157.000 und 314.000 Euro. Dazu wollte sich H+T am Mittwoch nicht weiter äußern. Die neuen Kaufpreise stünden noch nicht hundertprozentig fest. Weitere Infos online unter:

 

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