Vorbereitungen für Sozialkaufhaus abgeschlossen

An der Südstraße

Voller Tatendrang waren die Frauen Dienstagnachmittag: „Verkaufen ist mein Leben“, sagt Ursula Voß, seit ihrer Ausbildung war sie im Verkauf tätig. Seit Anfang Oktober gehört sie zum Ladenteam des neuen DAH-Sozialkaufhauses der Flüchtlingshilfe an der Südstraße, ehemals Kaufhaus Menninghaus. Wir haben uns vorab dort umgesehen.

Herbern

, 06.10.2015, 19:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach dem Aufruf der Flüchtlingshilfe der Pfarrei St. Lambertus hatten sich die ehrenamtlichen Helfer am Dienstag an der Südstraße eingefunden. Am Mittwoch folge die Lagebesprechung, meinte Ladenleiterin Birgit Homann von der Flüchtlingshilfe und rechnete mit rund 15 Helfern.

Einige Besucherinnen wollten sich nur informieren, während andere schon genau wussten, dass sie mitmachen werden. „Der Laden soll an zwei Nachmittagen öffnen, dienstags und freitags“, erklärt Homann. Die Annahme der Spenden wird voraussichtlich ab 15. Oktober immer donnerstags sein.

„Die Sachen werden für den Verkauf in einzelne Warengruppen aufgeteilt“, erklärt Maria Schuhmacher, Vorsitzende der Flüchtlingshilfe der Pfarrei St. Lambertus Ascheberg, das System. Für die Bezahlung stehe an der Kasse ein Scanner bereit. Das Gerät erfasst nicht nur den Preis, sondern erkennt auch den Berechtigungsschein, der zum Einkaufen im Sozialkaufhaus befugt.

Für Bedürftige und Flüchtlinge

„Hier dürfen sowohl Hartz-IV-Empfänger als auch Flüchtlinge einkaufen“, erklärt Schumacher. Flüchtlinge werden künftig aber nicht nur zum Kundenstamm zählen, sagt sie. „Sie unterstützen uns auch im Laden“, erzählt sie von der tatkräftigen Hilfe der Asylbewerber bei den Reinigungsarbeiten des ehemaligen Kaufhauses.

Mit mehreren Kisten kamen auch die Mitglieder des Ascheberger Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt (AWO) vorbei: Bis oben hin voll mit Unterwäsche sowie Strümpfen. „Die Spende ermöglichte die Inge-und-Wolfgang-Tietze-Stiftung“, berichtet die Vorsitzende Petra Haverkamp von der großen Hilfsbereitschaft.

Während sich am Dienstag noch einige überlegen mussten, ob sie mitmachen, stand auch für Annelie Lenkenhoff fest, dass sie dabei sein wird. Sie war jahrelang bei Edeka an der Ladentheke.

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