Warum es im Bürgerforum keine Wahlparty gab

Fragen & Antworten

Während sich für Dietmar Panske (CDU) fortan die Türen des Landtages öffnen, blieben die des Bürgerforums Ascheberg am Sonntagabend geschlossen. Wir klären, warum die Wahlparty diesmal nicht stattfand und was Politik und Verwaltung dazu sagen.

ASCHEBERG

, 15.05.2017, 18:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Warum es im Bürgerforum keine Wahlparty gab

Stimmzettel, Briefwähler - wenn es um die Auszählung geht, sollen die Bürger eigentlich die Möglichkeit haben, zusammenzukommen, um die Ergebnisse zu verfolgen.

Was ist eigentlich das Problem?

Das Bürgerforum an der Dieningstraße 7 blieb am Sonntagabend als öffentlicher Info-Treff für Bürger und heimische Politiker geschlossen. Normalerweise ist es an Wahltagen Anlaufpunkt für all diejenigen, die sich ab 18 Uhr in gemeinsamer Runde über erste Hochrechnungen informieren und austauschen wollen.

 

Warum blieb es geschlossen?

Laut Wahlleiter Johannes Goßheger deshalb, weil sich die Bürger über die Wahl-App auf der Homepage der Gemeinde über die Ergebnisse im Wahlkreis hätten informieren können. Deswegen habe man sich in Abstimmung mit dem Bürgermeister gegen einen Infoabend entschieden.

Dr. Bert Risthaus begründete die Entscheidung auf Anfrage mit einer mangelnden Teilnahme bei früheren Landtags- oder Bundestagswahlen. „Da stehen dann zehn Leute, wir müssen aber drei Leute einstellen, die sich um den Ablauf kümmern“, sagte Risthaus. Das würde sich nicht lohnen. Er selbst war am Sonntag im Kreishaus in Coesfeld, das bei Landtagswahlen „Herr der Daten“ sei. Anders sei dies bei Kommunalwahlen.

 

Was sagen die heimischen Politiker?

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Johannes Waldmann äußerte sich bereits am Sonntag: „Das ist ein merkwürdiges Signal, das da gesendet wird.“ Laut Waldmann sollten an einem Wahltag als „Fest der Demokratie“ alle Bürger die Möglichkeit haben, an öffentlicher Stelle zusammenzukommen. Auch bei dem FDP-Ortsvereinsvorsitzenden Peter Leyers und CDU-Fraktionschef Ludger Wobbe stößt die Entscheidung auf Unverständnis. Wobbe kündigte am Montag an, das Thema zur Ansprache bringen zu wollen.

 

Fanden Wahlpartys in anderen Städten und Gemeinden statt?

Ja, in Olfen und Nordkirchen im Bürgerhaus, in Werne im Stadthaus.

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War die Informationspolitik eine falsche?

Vielleicht. Politik und Presse sind nicht auf offiziellem Wege informiert worden, haben erst spät oder gar nicht von der Entscheidung erfahren. Andererseits, sagte Bürgermeister Risthaus, „haben wir auch zu keiner Wahlparty eingeladen und niemand hat gefragt, ob eine stattfindet“. Vielleicht auch deshalb, weil alle davon ausgegangen sind.

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