Was ändert sich für Aschebergs Profilschüler?

Zusammenarbeit mit Nordkirchen

Sollte die Politik dem Schulentwicklungsplan zustimmen, steht einer kommunalen Zusammenarbeit zwischen Ascheberg und Nordkirchen an ihren Schulen so gut wie nichts mehr im Wege. Was würde das für die beiden Gemeinden und die Schüler bedeuten? Wir geben einen Überblick.

ASCHEBERG/NORDKIRCHEN

, 17.11.2016, 05:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

Warum schlägt die Gemeinde Ascheberg überhaupt eine Schulpartnerschaft vor?  Das vordergründige Ziel ist, den Schulstandort in Ascheberg zu erhalten, sagte Bürgermeister Dr. Bert Risthaus unserer Redaktion. Weil das wegen der geringen Anmeldezahlen mit der Profilschule nicht mehr geht, schlägt die Verwaltung die Kooperation mit Nordkirchen vor. „Die beiden Schulen arbeiten ohnehin mit sehr ähnlichen pädagogischen Konzepten“, so Risthaus.

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Wie würde eine Kooperation in Zukunft aussehen? Der in der Sitzungsvorlage vorgestellte Schulentwicklungsplan sieht eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zwischen beiden Schulen vor. Das heißt: Die Gemeinde Ascheberg würde die Schulträgeraufgaben an die Gemeinde Nordkirchen übertragen. „Innerhalb dieser Vereinbarung würden wir nicht ganz außen vor bleiben, sondern uns in vielen Dingen abstimmen“, sagte Risthaus. Die Schulträgerschaft für die dann auslaufende Profilschule bliebe bei der Gemeinde Ascheberg.

Müssten Schüler aus Nordkirchen in Zukunft damit rechnen, nach Ascheberg pendeln zu müssen? Nein. Der Plan sieht vor, Schüler aus Nordkirchen weiterhin am Standort in Nordkirchen (Am Gorbach 4) unterzubringen. Den Standort in Ascheberg (Bahnhofsweg 5) würden hauptsächlich die neuen Fünftklässler aus der Gemeinde Ascheberg besuchen, die sich im Falle des Falles für das Schuljahr 2017/18 an der Gesamtschule anmelden.

Welche Schule nimmt Anmeldungen entgegen? Nur die Gesamtschule Nordkirchen. Die Profilschule würde für das neue Schuljahr keine neuen Anmeldungen entgegennehmen. Bei einem Tag der offenen Tür hatte sich die Gesamtschule Nordkirchen am vergangenen Sonntag bereits Schülern und Eltern präsentiert. Ein zusätzlicher Infotag ist laut Bürgermeister Bert Risthaus geplant, sollte die Politik dem Beschluss zustimmen.

Und dann? Was wären die nächsten Schritte? Erstens: Die Gemeinde Nordkirchen würde bei der Bezirksregierung Arnsberg den Antrag auf Erweiterung der Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule zum Schuljahr 2017/18 stellen. Zweitens: Das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen müsste den Beschluss der Gemeinde Ascheberg zur Auflösung der Profilschule genehmigen. 

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