Wer zahlt wie viel Weihnachtsgeld in Ascheberg und Herbern?

rnSonderzahlung

Üblicherweise wird mit dem Novembergehalt auch das Weihnachtsgeld bezahlt. Hat die Corona-Krise Auswirkungen auf die Auszahlung in diesem Jahr? Wir haben in Ascheberg und Herbern nachgefragt.

Herbern, Ascheberg

, 16.11.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Weihnachtszeit ist auch Geschenkezeit. Viele Unternehmen in Deutschland zahlen ihren Angestellten eine Sonderzahlung am Ende des Jahres, das sogenannte Weihnachtsgeld. Eine gesetzliche Verpflichtung dazu gibt es jedoch nicht.

Hat die Corona-Krise einen Einfluss auf die (freiwillige) Auszahlung der Sonderzahlung durch die Arbeitgeber? Dafür haben wir einige der größten Arbeitgeber in der Gemeinde Ascheberg befragt. Von neun Befragten haben uns sechs geantwortet.

  • Raguse Gesellschaft für medizinische Produkte mbH: Das Medizintechnik Unternehmen Raguse aus Herbern bezahlt seinen rund 70 Mitarbeitern am Standort Herbern ein Weihnachtsgeld. Die Mitarbeiter erhalten 100% des Monatsgehaltes als einmalige Sonderzahlung, wenn die vertragsspezifischen Anspruchsgrundlagen erfüllt werden.
    „Wir tun dies, um in diesen schwierigen Zeiten unseren Mitarbeitern nicht nur, aber auch auf diesem Wege unsere Wertschätzung für die unter schwierigen Bedingungen in den vergangenen Monaten geleistete Arbeit auszudrücken, selbst wenn die aktuell anhaltende Corona-Krise auch an unserem Unternehmen natürlich nicht spurlos vorübergeht“, schreibt Geschäftsführer Ralf Kerstiens.
  • Davert GmbH: Der Hersteller und Händler für Bio-Nahrungsmittel hat etwa 250 Beschäftigte. In diesem Jahr zahle man Weihnachtsgeld, die Corona-Krise habe keine Auswirkung auf die Auszahlung. Die Höhe der Sonderzahlung orientiere sich an dem monatlichen Grundgehalt der Mitarbeiter und an dem Einstiegstermin, schreibt das Unternehmen. Ausgezahlt werde das Weihnachtsgeld als Einmalzahlung im November.
  • Daldrup und Söhne: Die Bohrtechnik-Experten aus Ascheberg beschäftigen rund 150 Mitarbeiter. Wer mindestens sechs Monate zu dem Betrieb gehöre, erhalte Weihnachtsgeld, heißt es auf Anfrage. Ob dieses Jahr ein Weihnachtsgeld gezahlt werde? „Voraussichtlich ja“ schreibt das Unternehmen. Die Einmalzahlung betrage 50% des Gehaltes. Die Corona-Krise wirke sich „bis dato“ nicht auf die Zahlung des Weihnachtsgeldes aus. Insgesamt gebe man schätzungsweise zwischen 150.000 bis 200.000 Euro für die Sonderzahlung aus.
  • Klaas Alu-Kranbau GmbH: Der Maschinenbauer Klaas aus Ascheberg bezahlt seinen 320 Beschäftigten dieses Jahr Weihnachtsgeld. Die Corona-Krise habe keinen Einfluss auf diese Entscheidung, heißt es auf Nachfrage. Je nach Betriebszugehörigkeit erhalten die Mitarbeiter 20 bis 60 Prozent des Monatsbruttolohns. Die Einmalzahlung werde mit dem Novembergehalt ausgezahlt. Es gebe keinen Unterschied zwischen befristeten und unbefristeten Stellen.
  • Amica International GmbH: Die deutsche Niederlassung des polnischen Herstellers von Haushaltsgeräten beschäftigt in Ascheberg 106 Mitarbeiter. Amica zahle generell kein Weihnachtsgeld, schreibt das Unternehmen.
  • Sozialwerk St. Georg: Die Geschäftsstelle des Unternehmensbereich Westfalen-Nord des Sozialwerkes St. Georg befindet sich in Ascheberg. Rund 490 Mitarbeiter arbeiten im Unternehmensbereich Nord, der allerdings noch weitere Gemeinden umfasst. Die Corona-Krise habe keine Auswirkungen auf die Auszahlung von Weihnachtsgeld. Diese richte sich nach den Vereinbarungen des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst. Je nach Vergütungsgruppe beträgt das Weihnachtsgeld 60 bis 90 Prozent des durchschnittlichen gezahlten Entgeltes der Monate Juli bis September.
  • Gemeindeverwaltung Ascheberg: Auch die Gemeindeverwaltung Ascheberg ist an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes gebunden. Deshalb gelten die gleichen Konditionen wie für das Sozialwerk St. Georg: Das Weihnachtsgeld beträgt 60 bis 90 Prozent des durchschnittlich gezahlten Entgeltes der Monate Juli bis September.
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