Wenig Fortschritte beim Glasfaserausbau-Projekt

Bisher zu wenig Verträge

Damit der Glasfaserausbau gelingt, muss noch viel geschehen. Die beteiligten Unternehmen und die Gemeinde Ascheberg werben noch einmal für die Abschlüsse. Obwohl es viele Interessenten gibt, sind bisher kaum Verträge abgeschlossen worden. 1500 Abschlüsse werden benötigt. Nicht steht noch nicht einmal die Hälfte fest.

HERBERN

, 21.07.2015, 16:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wenig Fortschritte beim Glasfaserausbau-Projekt

So könnte es aussehen. Doch wann es auch in Ascheberg zum Glasfaserausbau kommt, ist noch ungewiss.

Diese Zahl ist Bedingung für den Beginn des Ausbaus. Erst dann lohnt sich die Investition in der Gemeinde Ascheberg auch. Helinet und die Breitbandversorgung Münsterland (BBV) bestätigen, dass man von dieser Auflage momentan noch recht deutlich entfernt ist: "Bis dato haben noch nicht ganz die Hälfte der Interessenten in Ascheberg ihren Vertrag eingereicht." 

Projekt braucht schnellere Entscheidungen

Wolfgang Ruh, Vertriebsleiter bei BBV, meint: "Viele Interessenten wägen ihre Entscheidung gründlich ab. Das ist gut so." Doch der Start ist nur auf einer ökonomisch sicheren Grundlage möglich. Daher appelliert Ruh an die Interessenten, "sich rasch für den Anschluss zu entscheiden." Die Zahl der Verträge könne erreicht werden. 

Konkrete Zahlen gab es auf Anfrage nicht. "Das ändert sich täglich", sagt Ute B. Obering, PR-Referentin bei Helinet. Die Unternehmen sehen die Realisierung des Projekts daher noch in der Schwebe. Bürgermeister Dr. Bert Risthaus hat ein Rundschreiben an alle Gemeinde-Haushalte verfasst, in denen er die "große und wahrscheinlich einmalige Chance, ein neues und leistungsfähiges Glasfasernetz zu erhalten" betont.

Risthaus weist zudem daraufhin, dass die Telekom 2017 und 2018 ohnehin "alle Analog- und ISDN-Telefonabschlüsse abschalten wird." Dann sei Telefonieren sowieso nur noch über das Internet möglich. Zudem könnte es zu diesem Zeitpunkt deutlich teurer werden. Jeder, der nach dem 31. Juli einen neuen Vertrag unterschreibt, zahlt für den Anschluss 700 statt nur 100 Euro. Der monatliche Betrag liegt bei 40 Euro, je nach Telefon-, TV- und Internet-Format.

Zur Jacobi-Kirmes vom 25. bis zum 28. Juli bietet Helinet kostenloses W-Lan im Ortskern Ascheberg an. Das Angebot gilt für Smartphone, Tablet und auch Laptop. So eine Verbindung könnte in Zukunft auch auf Dauer eingerichtet werden. Allerdings hängt auch das vom geplanten Glasfaserausbau-Projekt ab. 

 Info-Abend bei Deitermann: Helinet berät interessierte Kunden im Infopoint bei Rewe Frenster, Bultenstraße 22 in Ascheberg. Außerdem laden beide Unternehmen für Donnerstag, den 23. Juli, zu einer Inforveranstaltung um 18.30 Uhr im Gasthof Deitermann, Südstraße 33, ein.

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