Zweites Bürgerkraftwerk liefert Strom vom Dach der Hauptschule

Solarenergie

HERBERN Das zweite große Gemeinschafts-Solarkraftwerk der Gemeinde Ascheberg wird in Herbern gebaut. Auf eine unerwartet große Nachfrage stieß am Montag der Verkauf von Anteilen.

von Von Heinz Rogge

, 19.05.2009, 17:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rainer Bultmann (re.) aus Ascheberg und Ralf Dohmen aus Münster stellten die geplante Anlage vor, die auf dem Dach der Theodor-Fontane-Schule gebaut werden soll.

Rainer Bultmann (re.) aus Ascheberg und Ralf Dohmen aus Münster stellten die geplante Anlage vor, die auf dem Dach der Theodor-Fontane-Schule gebaut werden soll.

In Ascheberg wird bereits ein Solarkraftwerk mit Erfolg und Gewinn betrieben. Am Montagabend fand eine mit fast 50 Interessierten gut besuchte Versammlung in der Pizzeria Antica Fattoria mit der Geschäftsführung Sun Effects GmbH & Co. KG statt. Rainer Bultmann aus Ascheberg und Ralf Dohmen aus Münster stellten die geplante Anlage vor, die auf dem Dach der Theodor-Fontane-Schule gebaut werden soll. Ursprünglich wollte man an diesem Abend den Verkauf von ca. 200 Anteile erreichen. Doch noch am Montagabend sind über 500 Anteile in dieser Versammlung verbindlich gezeichnet worden. Die Anzahl der Gesellschafter beläuft sich auf über 40 Personen.Weitere Dachflächen

Nach dieser großen Nachfrage soll mit der Gemeinde Ascheberg ein weiteres Gespräch gesucht werden, damit evtl. weitere Dachflächen zu Verfügung gestellt werden.

Durch das Engagement der Gemeinde Ascheberg konnten schnell die Rahmenbedingungen für den Betrieb einer Photovoltaik-Bürgeranlage geschaffen werden. Die Gemeinde, so Bultmann, stellte die Dachfläche zur Verfügung, um zu demonstrieren, dass sie eine Vorbildfunktion für den Umweltschutz übernehme.

Regionale Energieversorgung

Dieses zweite große Gemeinschafts-Solarkraftwerk in Herbern soll ein wichtiger Baustein einer nachhaltigen regionalen Energieversorgung sein. Wie die Referenten berichteten, werden die Installationskosten rund 100 000 Euro betragen. Dazu kommen noch Kosten für den Gerüstbau. Ein Zuschuss des Landes in Höhe von 5000 Euro wird erwartet. Man wird sich in Herbern für ein Deutsches Modul entscheiden. Der Preis pro Kilowatt beträgt ca. 3 300 Euro.

Genau wie an der Anlage an der Ascheberger Grundschule wird die Sparkasse Westmünsterland die Kosten für die Anzeigetafel übernehmen, die die tägliche sowie die Gesamtproduktion an Strom anzeigt.