Bauen in Holzwickede

Mit Video: Für den Traum vom Haus lassen Dortmunder die Stadtgrenze hinter sich

Ein kleiner aber für die Ostwinkels doch schwerwiegender Schritt: Für den Traum vom Eigenheim lassen die Ur-Dortmunder die Stadtgrenze hinter sich. Immerhin: Die neue Heimat bietet Blick auf die alte.
Veronika und Matti Ostwinkel wollen mit Sohn Paul im Jahr 2023 nach Holzwickede ziehen. Dafür wagen die Ur-Dortmunder gar den – zugegebenermaßen – kleinen Sprung über die Stadtgrenze. © Udo Hennes

Unumwunden gibt Matti Ostwinkel zu, dass er zunächst mit der Idee gefremdelt hat: Holzwickede ist eben nicht Dortmund. Und der Traum vom Eigenheim sollte doch in der Heimatstadt wahr werden. Zumal beim ersten Besuch in der kleinen Nachbargemeinde die Fantasie nicht reichte, um sich die eigenen vier Wände im Westen Holzwickedes vorzustellen.

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Was bis zum Beginn der Abrissarbeiten im Jahr 2018 den Einheimischen über Jahrzehnte als aktives und später stillgelegtes Kasernengelände vertraut war, bot dem Auge im Sommer 2020 nur Brachland. „Über Bekannte haben wir erfahren, dass dort ein neues Wohngebiet entstehen soll“, so Matti Ostwinkel. Reif war der Gedanke vom Hausbau in Holzwickede für ihn und Ehefrau Veronika damals aber noch nicht.

Das änderte sich während einer Radtour ein Jahr später: Auf der Brache wurde an allen Ecken und Enden malocht. Rohbauer zogen Mehrfamilienhäuser und Doppelhaushälften hoch. Sogar die ersten Bewohner sind gut ein Jahr nach Baubeginn über den Sommer eingezogen.

Dortmunder investieren Jahre in Suche nach eigenen vier Wänden

Gut drei Jahre haben sich die Ostwinkels intensiv mit dem Traum vom Eigenheim befasst. Die aktuelle Wohnung in Brackel biete mit gut 105 Quadratmetern zwar noch genug Platz. Weil zwischenzeitlich aus dem Duo ein Trio wurde, muss so langsam aber eine Veränderung her: Schließlich soll der 18 Monate junge Sohnemann Paul beim Aufwachsen auch genug Platz haben.

Dass es letztlich schlüsselfertige 180 Quadratmeter inklusive Keller in einer Doppelhaushälfte samt Garten werden würden, war zunächst nicht in Stein gemeißelt. „Auch ein Grundstück finden und in Eigenregie bauen, konnten wir uns vorstellen“, sagt Veronika Ostwinkel. „Wir haben uns auch Bestandsimmobilien angeschaut. Das wäre auch eine Option gewesen, wenn nicht gerade eine Grundsanierung angestanden hätte“, ergänzt ihr Mann.

Der Wohnpark Emscherquelle aus der Luft, aufgenommen im September, dieses Jahres: Die Wilma GmbH als Projektentwickler investiert bis 2024 rund 65 Millionen Euro in das Baugebiet im Westen Holzwickedes. Hier entstehen sowohl Ein- als auch Mehrfamilienhäuser.
Der Wohnpark Emscherquelle aus der Luft, aufgenommen im September, dieses Jahres: Die Wilma GmbH als Projektentwickler investiert bis 2024 rund 65 Millionen Euro in das Baugebiet im Westen Holzwickedes. Hier entstehen sowohl Ein- als auch Mehrfamilienhäuser. © www.blossey.eu

Aber Baugrundstücke sind rar und Häuser im Bestand teuer. „Da ist man ganz schnell bei einer halben Million Euro und hat noch nichts für Umbauten ausgegeben“, sagt Matti Ostwinkel. Die Angebote sprengten letztlich das Budget der Familie. Während seine Frau als Personalreferentin für ein Autohaus in Menden arbeitet, ist der 36-Jährige als Teamleiter zuständig für Kindergeld bei der Familienkasse NRW Ost. 400.000 Euro hatte sich das Paar einst als Obergrenze auferlegt.

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„Ein knappes Drittel liegen wir da heute drüber“, sagt Matti Ostwinkel. Dafür baut die Wilma GmbH als Generalunternehmer der jungen Familie planmäßig ab April 2022 aber eben auch schlüsselfertig in KfW-Effizienzbauweise. „Das war uns wichtig, auch wenn die Gesamtkosten dadurch etwas höher sind. Auf der anderen Seite gibt es dafür auch wieder Förderungen“, weiß Veronika Ostwinkel.

Interesse an Holzwickeder Neubaugebiet ist enorm

Dem Ehepaar ist anzumerken, dass die Aussicht aufs Eigenheim erleichtert, denn selbst bei einem vergleichsweise großen Wohnbauprojekt wie in Holzwickede mit weit über 100 Wohneinheiten ist nicht garantiert, dass man zu den glücklichen Neubewohnern zählen wird: „Als Anfang Oktober unser Bauabschnitt in den Verkauf ging, hatte ich die Telefonnummer zur Wilma schon auf Wahlwiederholung“, sagt Matti Ostwinkel. Zwei Einfamilien- und zwölf Doppelhäuser waren zu vergeben. Nur ein Einfamilienhaus steht auf der Wilma-Homepage noch unter verfügbar. Hier startet der Kaufpreis bei 750.000 Euro.

Während im Norden des Baugebietes die ersten Familien bereits eingezogen sind, wachsen gen Süden die Rohbauten. Das Baufeld der Ostwinkels ist indes noch Brachland, hier ist der Baustart für Frühjahr 2022 vorgesehen.
Während im Norden des Baugebietes die ersten Familien bereits eingezogen sind, wachsen gen Süden die Rohbauten. Das Baufeld der Ostwinkels ist indes noch Brachland, hier ist der Baustart für Frühjahr 2022 vorgesehen. © Udo Hennes

Die Ostwinkels hoffen, dass sie einige Arbeiten vor dem Einzug selbst erledigen können, um zu sparen. „Streichen und Böden legen – das sollten wir auch selbst hinbekommen“, sagt der künftige Hausherr. Wenn die Familie bestenfalls in knapp zwei Jahren einzieht, hoffen die Bald-Holzwickeder zudem, dass ein weiteres Gebäude in der Nachbarschaft zumindest fast fertig ist: Zum Wohnpark Emscherquelle wird eine neue Kita gehören. Dass Paul und in ferner Zukunft vielleicht auch ein Geschwisterchen hier betreut werden, wäre für die Eheleute das Optimum.

Zumindest Veronika Ostwinkel würde der Umzug als einstige Schülerin des Clara-Schumann-Gymnasiums auch nicht allzu schwer fallen. Und Matti? „So lange ich vom Garten aus den Florianturm sehen kann, bin ich auch glücklich.“

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