Lea Engel und Tobias Leidecker haben ein Haus gebaut. Über die Fortschritte berichtet Lea Engel in ihrer Hausbau-Kolumne. © privat
Hausbau und Familie, Teil 7

Hausbau einer jungen Familie: Schöne Küche ohne Strom und Wasser

In ihrer Kolumne berichtet Lea Engel launig, wie es beim Hausbau einer jungen Familie zugeht. Im siebten Teil geht es um die neue Küche – und den nächsten emotionalen Tiefpunkt.

Mitte Februar hatten wir also endlich eine Küche. Schön sah sie aus. Noch schöner wäre es aber gewesen, wenn wir Wasser und Strom gehabt hätten. Ach Gott, da war ja was!

Wir hatten ganz vergessen, bei unserem örtlichen Netzbetreiber Wasser und Strom anzumelden. Aber gut, alles was mit behördlichen Anträgen zu tun hat, dauert ja zum Glück nie länger als ein paar Monate.

Naja, mit viel hin- und her-telefonieren konnten wir es dann doch etwas beschleunigen. Dass dann vor unserem Haus noch mal alles ausgeschachtet werden musste, war uns nicht bewusst. Somit sah unser Grundstück fast wieder aus wie vorher. Baustelle.

Damit es voran geht, müssen die Gewerke ihr Wort halten

Während dann sogar auch noch ein Rohr getroffen wurde und geflickt werden musste, hofften wir, dass es drinnen wenigstens voran geht. Die Bäder wurden vorbereitet, um ebenfalls gefliest zu werden. Weitere Räume wurden gestrichen.

Auf den ersten Blick lief es ganz gut und wir hatten uns gedanklich auf den Umzug Mitte März vorbereitet. Dafür musste aber nun auch jedes Gewerk Wort halten. Denn gerade am Ende sind die Gewerke voneinander abhängig.

So kann beispielsweise oben noch nicht viel passieren, wenn die Treppe nicht fertig gefliest ist. Oder die Sanitärmöbel können nicht installiert werden, wenn die Bäder noch nicht gefliest sind.

Aus dem Plan, im März einzuziehen, wurde nichts

Es wurde uns einiges versprochen, aber wenig gehalten. Somit schafften wir es – oh welch Überraschung – nicht Mitte März einzuziehen.

Da war ich emotional ein weiteres Mal wirklich am Tiefpunkt. Ich hab das alles häufig mit einer Schwangerschaft verglichen. Am Anfang freut man sich über den kleinsten Fortschritt und am Ende hat man einfach keine Lust mehr. Nur dass die Geburt am Ende fast leichter war, als die Fertigstellung des Hauses.

Jetzt konnten wir irgendwie gar nicht mehr einschätzen, ob es noch zwei Wochen oder zwei Monate dauern wird. Die einen Handwerker meldeten sich gar nicht, die anderen regten sich auf, weil sie nicht arbeiten konnten. Und wir mit unserem Frust mittendrin.

GLÜCKLICH WOHNEN

LESEN SIE MEHR ÜBERIMMOBILIEN UND WOHNEN

Auf der Übersichtsseite „Immobilien“ der vier Zeitungsportale finden Sie Themen rund um Immobilien, Wohnen, Haus und Garten: Hellweger Anzeiger | Ruhr Nachrichten | Halterner Zeitung | Dorstener Zeitung

Über die Autorin: Lea Engel (29) hat gemeinsam mit ihrem Partner Tobias Leidecker ein Haus in Kamen gebaut. Darüber berichtet sie alle zwei Wochen in ihrer Kolumne.

Engel ist auch in den Sozialen Medien aktiv, zu finden ist sie bei Instagram und TikTok unter „leeaengel“. Mit ihrem Partner produziert sie außerdem den Erziehungs-Podcast „Erziehung und Sieziehung“.

MEHR INHALTE EXKLUSIV FÜR JUNGE FAMILIEN

Ob Steuern, Familienrecht, Ausflugstipps oder Einblicke in den Alltag junger Familien. Auf unseren Internetportalen finden Sie exklusive Inhalte für Eltern und Kinder: Ruhr Nachrichten | Hellweger Anzeiger

Über den Autor