Über die Warn-App Nina wurde am Mittwochmittag gemeldet, dass der Notruf von Feuerwehr und Polizei im Kreis Unna gestört sei. © Marcel Drawe
Feuerwehr und Polizei

Störung bei Notrufen im Kreis Unna: Nina gibt Entwarnung

Die Notrufnummern 110 und 112 im Kreis Unna waren am Mittwoch zeitweise gestört. Etwa eine Stunde lang dauerte es, bis der Fehler behoben war. Um 13.21 Uhr wurde die Warnung über die Warn-App Nina aufgehoben.

Die Notrufnummern 110 und 112 im Kreis Unna waren am Mittwochmittag gestört. Etwa eine Stunde lang dauerte es, bis ein Fehler im Netz der Telekom behoben war. Entsprechende Meldungen erschienen am Mittwoch per Warn-App Nina.

„Derzeit kommt es zu Störungen im Telefonnetz der Deutschen Telekom in der Erreichbarkeit der Notrufnummer von Feuerwehr 112 und Polizei 110 im Kreis Unna. Die Störung soll laut Warn-App so schnell wie möglich behoben werden. Alternativ kann über die Nora-Notruf-App ein Notruf abgesetzt werden“, hießt es in der Meldung, die um 12.30 Uhr für den Kreis Unna abgesetzt worden war. Die Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst sei alternativ unter Tel. 02303/16001 erreichbar. In der der Warn-App wurde darum gebeten, von Testanrufen abzusehen.

Die Polizei gab schon kurze Zeit später Entwarnung. „Der polizeiliche Notruf ist von der Störung nicht betroffen“, sagte Polizeisprecher Christian Stein auf Anfrage der Redaktion. „Hier gibt es keine Probleme“, berichtete er nach Rücksprache in der Polizei-Leitstelle. „Die Notrufe gehen hier ganz normal ein.“ Auch bei technischen Störungen würde eine Art Notsystem gewährleisten, dass Notrufe bei der Polizei immer eingehen würden.

Die Feuerwehr Lünen meldete derweil, dass sie alle sieben Feuerwehrgerätehäuser in der Stadt während des Ausfalls als Anlaufstelle für die Bürger besetzt habe. Das galt auch für die anderen Feuerwehrhäuser im Kreis Unna. „Es sind alle besetzt“, so ein Sprecher des Kreises Unna auf Anfrage der Redaktion.

Fieberhaft wurde nach dem Ausfall um 12.30 Uhr nach dem Fehler gesucht, der in der Haustechnik der Leitstelle in Unna oder im Netz der Telekom vermutet wurde. Bereits vor 13 Uhr stand fest: Der Fehler lag im Netz der Telekom. Auch andere Kreise rund um den Kreis Unna waren betroffen. Schließlich wurden bundesweit Störungen im Netz der Telekom gemeldet. Ein Holzwickeder Bürger, der unsere schnelle Online-Berichterstattung lobte, vermutete gar einen Cyber-Angriff.


Feuerwehr prüfte, ob die Leitungen wieder stehen

Bereits kurz nach 13 Uhr prüfte die Feuerwehr, ob die Leitungen zur Leitstelle wieder stehen. „Es sieht gut aus“, hieß es daraufhin. In Kürze könne Entwarnung gegeben werden. Diese kam tatsächlich prompt: Um 13.21 Uhr, erneut über die Warn-App Nina.

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Redaktion Kamen
Jahrgang 1968, aufgewachsen in mehreren Heimaten in der Spannbreite zwischen Nettelkamp (290 Einwohner) und Berlin (3,5 Mio. Einwohner). Mit 15 Jahren erste Texte für den Lokalsport, noch vor dem Führerschein-Alter ab 1985 als freier Mitarbeiter radelnd unterwegs für Holzwickede, Fröndenberg und Unna. Ab 1990 Volontariat, dann Redakteur der Mantelredaktion und nebenbei Studium der Journalistik in Dortmund. Seit 2001 in Kamen. Immer im Such- und Erzählmodus für spannende Geschichten.
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Carsten Janecke
Redaktion Kamen
Jahrgang 1973, aufgewachsen im Sauerland, wohnt in Holzwickede. Als Redakteur seit 2010 rund ums Kamener Kreuz unterwegs, seit 2001 beim Hellweger Anzeiger. Ab 1994 Journalistik- und Politik-Studium in Dortmund mit Auslandsstation in Tours/Frankreich und Volontariat bei den Ruhr Nachrichten in Dortmund, Lünen, Selm und Witten. Recherchiert gern investigativ, zum Beispiel beim Thema Schrottimmobilien. Lieblingssatz: Der beste Schutz für die liberale Demokratie ist die Pressefreiheit.
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Carsten Fischer