100 Stunden Arbeit für einen guten Zweck

Interview mit den Organisatoren

Im Pfarrheim der Gemeinde Heilige Familie ticken die Uhren seit Sonntagmorgen etwas lauter. Um Punkt 8 Uhr startete die 100-Stunden-Aktion. Wir haben mit den Organisatoren Klaus Sievers, Magdalena Knipping und Laura Lanfermann gesprochen.

Kirchhellen

, 27.12.2015, 18:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
100 Stunden Arbeit für einen guten Zweck

Klaus Sievers, Laura Lanfermann und Magdalena Knipping planen nun schon zum zweiten Mal die 100-Stunden-Aktion und sorgen für einen reibungslosen Ablauf.

Ist alles reibungslos angelaufen? Ja, wir haben um 8 Uhr angefangen und erst mal einen Segen in der Kirche bekommen, dann haben wir noch ein paar Sachen aufgebaut – zum Beispiel unsere Fahrradputzstation und anschließend schon mal die Waffeln für das Frühschoppen nach dem Gottesdienst vorbereitet.

Und was für Aktionen stehen dieses Jahr auf dem Plan? Wir haben wieder verschiedene Gruppen gebildet. Ein paar kümmern sich um die Beköstigung unserer Gäste, angefangen beim Frühstück, über Snacks, Kaffee und Kuchen und das thematische Abendessen an jedem Abend mit über 120 Gästen. Außerdem liefern wir Brötchen aus, grillen, verkaufen Selbstgebasteltes und unsere Fahrradputzstation darf natürlich auch nicht fehlen.

Gibt es auch etwas ganz Neues im Programm? Das Konzept ist grundsätzlich gleich geblieben. Das hat sich über die letzten Jahre bewehrt. Ganz neu ist aber unsere App, mit der wir unsere Läufer verfolgen können. Dabei kann man sehen, welchen Weg sie bisher gelaufen sind, wo sie sich gerade aufhalten und wenn sie ein Bild schicken, sieht man das auch direkt auf dem Bildschirm. Außerdem kommen die Neun dieses Jahr schon um 8 Uhr am Silvestermorgen in Grafenwald an.

So früh? Dann fällt der Empfang wohl etwas kleiner aus als in den letzten Jahren. Der offizielle Empfang ist trotzdem erst um 12 Uhr. Unsere Läufer kommen um 8 Uhr hier an, wollen dann aber noch durch Grafenwald und Kirchhellen laufen und da dürfen sich gerne alle Laufbegeisterten anschließen, um die Neun auf ihren letzten Kilometern zu unterstützen.

An wen geht die Spende denn dieses Jahr? Wir haben mehrere Vorschläge bekommen und in der Gemeinde dann abgestimmt. In diesem Jahr kommt der Vorschlag von einer Kirchhellnerin. Das Geld geht an die Organisation Gänseblümchen e.V. in Voerde. Das ist ein kleiner Verein, der sich für krebskranke Kinder einsetzt. Die arbeiten auch viel mit dem Uniklinikum in Essen zusammen. Der Verein kümmert sich dort um die Freizeitgestaltung und erfüllt den Kindern Herzenswünsche.

Gibt es denn ein Ziel, wie viel Geld zusammen kommen sollte? Nein, das wollen wir uns gar nicht setzten. Wir freuen uns über jeden Cent, der gespendet wird. In den letzten Jahren sind zwischen 14.000 und 15.000 Euro zusammengekommen - das ist für die 100 Stunden schon eine enorme Summe. Wir lassen uns einfach überraschen und tun alles dafür, dass die Grafenwälder sich eingeladen fühlen, etwas in die Spendenbox zu werfen.

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