12.000 friedfertige Musikfans hörten Rap und Hip-Hop

Out4fame-Festival

Auf dem Flugplatz Schwarze Heide feierten am Wochenende rund 12.000 Besucher das größte Hip-Hop-Festival in Nordrhein-Westfalen. Schon zum dritten Mal standen 50 Künstler aus der Rap- und Hip Hop-Szene auf der Bühne des Out4fame-Festivals und begeisterten das Publikum.

Kirchhellen

, 31.07.2016, 16:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

„More real Rap“ war in diesem Jahr das Motto des Festivals. Kein anderes schafft es so viele nationale und internationale Künstler auf die Bühne zu holen, die genau diesem Motto entsprechen. Auf den zwei Bühnen begeisterten an allen drei Tagen die unterschiedlichsten Künstler. Während auf der Green-Stage junge Nachwuchstalente ihr Können beweisen durften, standen auf der Red-Stage nationale und internationale Hochkaräter: „Ich kann mich gar nicht entscheiden, auf wen ich mich am meisten freue“, sagte Nils Klappik.

Besonders laut wurde es vor der Bühne, bei den Auftritten von Fard, Kollegah, SSIO, Kool Savas und Sido, die mit deutschen Texten das Publikum zum Feiern brachten. Die englischsprachigen Rapper sorgten dafür bei den Zuschauern vor allem für Bewunderung: „Wer kann schon sagen, dass er Rick Ross live gesehen hat?“, freute sich Nils Klappik. Die internationalen Größen machen das Out4fame zu einem ganz besonderen Highlight des deutschen Festivalsommers: Rick Ross spielte als Headliner am Freitagabend und brachte die Menge zum Grölen, Methodman und Redman begeisterten am Samstag, genauso wie De la Soul und viele weitere internationale Größen.

Geordneter Ablauf

Besonders erfreut waren Gäste und Veranstalter aber nicht nur über die Auftritte der Künstler, sondern vor allem darüber, dass es während der ganzen drei Tage auf dem Gelände friedlich zuging. Sicherheit stand nach dem Sprengstoffanschlag auf ein Musikfestival im bayrischen Ansbach für die Veranstalter an aller erster Stelle: „Wir möchten darauf hinweisen, dass wir dieses Jahr scharf kontrollieren werden“, kündigten sie schon vor Beginn des Festivals auf ihrer Facebook-Seite an. Für die Gäste kein Problem: „Ich kann verstehen, dass wir keine Rucksäcke mit auf das Gelände nehmen dürfen. Das ist nicht so schlimm, der Zeltplatz ist ja direkt nebenan“, erklärte Joshua Reitel, der extra aus Niedersachsen angereist war. Der Stimmung tat das jedenfalls keinen Abbruch. Thematisiert wurde das Gefühl von Unbehagen bei Großveranstaltungen allerdings auch bei einigen Auftritten der Künstler. Rapper Kollegah bedankte sich beim Publikum: „Danke, dass ihr hier seid und euch nicht die Stimmung vermiesen lasst, weil sich in Bayern jemand in die Luft gesprengt hat.“ Beim Out4fame blieb am Wochenende zum Glück alles ruhig und die Besucher konnten genau das genießen, wofür sie gekommen waren: die Musik. 

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