Aus für die "Kirchhellener Landpartie"

Zu wenig Anmeldungen

Es wird keine "Kirchhellener Landpartie" im Dorf mehr geben. 2017 nicht und auch danach nicht mehr. Dies teilte Veranstalter Winfried Wirtz am Dienstag mit. "Wir mussten die Reißleine ziehen", sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung - und tat sich hörbar schwer mit dieser Entscheidung.

Kirchhellen

, 28.03.2017, 14:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Freunde und Paare genossen gemeinsam das leckere Essen.

Freunde und Paare genossen gemeinsam das leckere Essen.

Elf Jahre lang hatte die Agentur von Winfried Wirtz, WirtzDesgin, das dreitägige Gourmetfest auf dem Johann-Breuker-Platz in Kirchhellen organisiert. "Nun ist es uns trotz intensiver Bemühungen nicht gelungen, die nötige Teilnehmerzahl für die Fortführung für die ‚Kirchhellener Landpartie’ und auch für ‚Schermbeck genießen’ zu gewinnen", teilte Wirtz mit.

Seit Oktober - "denn nach dem Fest ist vor dem Fest - habe man Gespräche geführt, im Umkreis von 50 Kilometern nach Teilnehmern gesucht und sich nach mancher mündlichen Zusage dann doch eine finale Absage eingehandelt. "Dies führt dazu, dass einerseits die Finanzierung nicht gegeben ist und andererseits keine ausreichende, konzeptbedingte Anzahl an Speisen angeboten werden kann", erklärte Wirtz.

Wetterrisiko zu groß

Dass nicht mehr genug Teilnehmer mitmachen wollen, führt Wirtz vor allem auf das Wetter zurück. Gerade in Schermbeck sorgte starker Regen im vergangenen Jahr für wenige Besucher, auch in Kirchhellen war der Samstagnachmittag verregnet und kühl. "Nach den wetterbedingten Umsatzausfällen im letzten Jahr hat ein Teil der Gastronomen ihre Teilnahme für 2017 abgesagt. Ein weiterer Grund liegt in dem erheblichen Aufwand, der durch Personalkosten und Leihgebühren für das Küchen-Equipment anfällt", so Wirtz. Verstehen kann er die Absagen trotz allem nicht. "Bei diesen Festen hat man die Chance, sich Menschen aus der ganzen Region zu präsentieren", hebt er die Bedeutung der Veranstaltungen hervor.

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So lecker war wieder die Kulinarische Landpartie

Die Qual der Wahl zwischen all den feinen Gerichten hatten am Wochenende wieder die Kirchhellener bei ihrer Kulinarischen Landpartie auf dem Johann-Breuker-Platz.
07.08.2016
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Freunde und Paare genossen gemeinsam das leckere Essen.© Foto: Anke Klapsing-Reich
Tierische Gelassenheit auf der Landpartie.© Foto: Anke Klapsing-Reich
Lecker war nicht nur das Essen.© Foto: Anke Klapsing-Reich
Nach dem Regen kamen die Menschen und brachten gute Laune mit.© Foto: Anke Klapsing-Reich
Trotz großem Andrang gab es nur geringe Wartezeiten.© Foto: Anke Klapsing-Reich
Lecker war nicht nur das Essen.© Foto: Anke Klapsing-Reich
OLYMPUS DIGITAL CAMERA© Foto: Anke Klapsing-Reich
© Foto: Anke Klapsing-Reich
Motiviert waren die Teams hinter den Ständen.© Foto: Anke Klapsing-Reich
Freunde und Paare genossen gemeinsam das leckere Essen.© Foto: Anke Klapsing-Reich
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Das Ausbleiben der Teilnehmer sei aber nicht das einzige Problem gewesen: "Die Finanzierung der Feste wird durch Sponsoren, den Teilnehmergebühren, dem Getränkeumsatz und den Anzeigen in den Programmheften gesichert. Allein das Anzeigenaufkommen ist gegenüber 2016 um 60 Prozent gesunken. Viele Preissteigerungen hat WirtzDesign aufgefangen und nicht weitergeben können. Das wirtschaftliche Risiko lag in den vielen Jahren allein auf unseren Schultern. Dies können wir bei allem Engagement nicht mehr tragen, weshalb wir schweren Herzens diese Entscheidung treffen mussten", fasste Wirtz zusammen.

"Dass das Fest nicht mehr stattfindet, ist total schade", sagt Ulrich Scharun, 1. Vorsitzender der Werbegemeinschaft Kirchhellen und Teilnehmer der Landpartie. Er wäre auch in diesem Jahr wieder mit von der Partie gewesen. "Für uns war das ein sehr erfolgreiches Fest."

Alternativprogramm?

Auch den verkaufsoffenen Sonntag werde es in diesem Jahr am 13. August 2017 dann nicht geben. "Der ist ja an die Landpartie geknüpft." Ulrich Scharun will versuchen, einen Ersatz für die Landpartie zu schaffen. "Aber das darf qualitativ natürlich nicht schlechter als die Landpartie sein, weil die Besucher an diesem Wochenende es damit vergleichen werden", zeigt er die Problematik auf. Er habe auch schon mögliche Veranstalter angerufen. "Aber das ist einfach sehr knapp jetzt." Vielleicht sei es sinnvoller, dieses Jahr einmal auszusetzen und nächstes Jahr dann etwas Vernünftiges auf die Beine zu stellen, überlegt Scharun. "Aber wir haben nächste Woche noch ein Treffen der Werbegemeinschaft und werden da noch einmal überlegen."

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