Schon im Juni dieses Jahres trafen sich ADFC und Aufbruch Fahrrad, um über die Möglichkeiten an der Bahntrasse zu diskutieren und zu informieren. © Aileen Kurkowiak
Fahrradwege

Bahntrassen-Radweg in Kirchhellen und Dorsten nimmt Fahrt auf

Beim Thema Fahrradwege in Kirchhellen gibt es jetzt endlich Fortschritte: Der Ausbau der Burgstraße soll schon im kommenden Jahr starten und auch vom Alleenradweg gibt es etwas Konkretes.

Nachdem der Radweg an der Gahlener Straße fertig geworden ist, geht es auch bei den anderen geplanten Wegen in Kirchhellen los. Besonders der ADFC, die Initiative Aufbruch Fahrrad und die Kirchhellener CDU haben sich für den Trassenausbau und den Bau eines Alleenradswegs stark gemacht.

Die alte Bahntrasse soll als Alleenradweg eine Verbindung von Dorsten über Kirchhellen bis hin nach Oberhausen werden. Sie warben bereits beim Oberbürgermeister Bernd Tischler dafür. Baudezernent Klaus Müller klärte jetzt zu den Fortschritten bei dieser Thematik auf.

Förderprogramm für Vorrangrouten

Während der vergangenen Sitzung des Hauptausschusses nahm Müller Stellung zum Antrag der CDU: „Grundsätzlich befürwortet die Verwaltung das Vorhaben“, erklärt der Baudezernent. Unabhängig von der Bezirksregierung habe die Verwaltung bereits vor zwei Jahren beantragt, dass der RVR die Radwegplanung in das Förderprogramm für Vorrangrouten aufnimmt. Die Ideen für die Realisierung des Alleenradwegs würden sich weitestgehend mit den Ideen der Bezirksregierung decken, meint Klaus Müller. Doch um die Förderung zu erhalten, benötigt es einige Zwischenschritte und Planungen, die im Vorfeld laufen müssen.

So wird eine verbindliche Einwilligung des Strecken-Eigentümers und eine konkrete Planung vonseiten der Stadt notwendig, um der Förderung einen Schritt näher zu kommen. Für diese Planungen muss allerdings eine Anmeldung bei der Bezirksregierung Münster erfolgen. Die positiven Nachrichten sind, dass der erhoffte Fördertopf inzwischen auf eine Förderquote von 80 Prozent gestiegen ist. Der aktuelle Zwischenstand ist also: „Die Chancen stehen gut für eine Förderung, aber es sind noch viele Vorarbeiten für den Förderantrag nötig“, so Müller.

Das Problem mit der Zeit

Ein Aspekt, der das weitere Vorgehen behindert, ist, dass mit der Deutschen Bahn Regelungen gefunden werden müssen, um das Stück, das der DB gehört, zu erwerben. Aktuell plant DB allerdings die veralteten Stromleitungen zu erneuern. Erst danach könne das Teilstück veräußert werden, heißt es. Auch eine konkrete Entwurfsplanung steht noch aus, da der potenzielle Radweg noch nicht vermessen werden konnte.

„Die ganze Arbeit im Hintergrund dauert länger als der eigentliche Bau. Das ist meist so und das hat man auch schon am Radweg der Gahlener Straße gesehen. Manchmal erfolgt dann eine Fertigstellung sogar vor der eingeplanten Zeit. Allerdings gehen wir nicht davon aus, dass die Planungen so langwierig ausfallen müssen wie an der Gahlener Straße“, erklärt der Baudezernent optimistisch. Anfang des kommenden Jahres will die Verwaltung die Planungen, soweit es geht, vorstellen und nach Möglichkeit auch bereits über eine grobe Zeitplanung für das Vorhaben sprechen.

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