Baupart verabschiedet Mitarbeiter nach 60 Jahren

Baupart

60 Jahre hat Klaus Schreiner für die Borgmann Baupart GmbH gearbeitet. Vom Notizblock zur Digitalisierung - in dieser Zeit hat er viel erlebt.

Grafenwald

08.01.2020, 17:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rüdiger Tannhäuer (l.), Leiter des Bottroper Fixmarktes, ist bei Klaus Schreiner in die Lehre gegangen. Gemeinsam mit Jan Gerd Borgmann (r.) verabschiedete er den Jubilar und bedankte sich für die jahrzehntelange vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Rüdiger Tannhäuer (l.), Leiter des Bottroper Fixmarktes, ist bei Klaus Schreiner in die Lehre gegangen. Gemeinsam mit Jan Gerd Borgmann (r.) verabschiedete er den Jubilar und bedankte sich für die jahrzehntelange vertrauensvolle Zusammenarbeit. © Baupart

En Jubiläum der besonderen Art beging Klaus Schreiner am 1. April 2019: 60 Jahre arbeitete der bald 75-jährige für die Borgmann Baupart GmbH in Kirchhellen. Doch am 19. Dezember war Schluss – der Jubilar verabschiedete sich endgültig in den wohlverdienten Ruhestand.

Lange Betriebszugehörigkeiten von 45 Jahren und mehr werden hierzulande zunehmend seltener. Doch über 60 Jahre in einem einzigen Unternehmen tätig zu sein, das ist schon eine echte Besonderheit und in der Berufswelt sicher eine ziemliche Ausnahme. „Wir freuen uns deshalb ganz besonders, dass Klaus Schreiner der Baupart-Gruppe über so viele Jahre die Treue gehalten hat und bis zuletzt als Außendienstler für Baubeschläge, Türen und Tore seine Kunden betreute.

Dies spricht auch für ein ganz besonders hohes Maß an Vertrauen und Wertschätzung uns als Arbeitgeber gegenüber“, freut sich Jan Gerd Borgmann, Inhaber des heute in der dritten Generation geführten Familienunternehmens.

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In seinem langen Berufsleben hat Schreiner wechselvolle Zeiten erlebt. Seine Lehre begann er 1959 noch im klassischen Eisenwarenhandel am Bottroper Altmarkt. Neben Werkzeugen und Baubeschlägen wurde damals in dem Fachgeschäft auch die sogenannte „weiße Ware“ verkauft, also Küchengeräte sowie Töpfe und Geschirr. Bereits in den 1960er-Jahren setzte in den Innenstädten jedoch der große Umbruch ein. Fachgeschäfte verschwanden oder spezialisierten sich und Baumärkte sowie Einkaufszentren schossen wie Pilze aus dem Boden.

Von Beginn an mit dabei

Bei Borgmann wurde das Unternehmen geteilt. Der Einzelhandel blieb in der Innenstadt und wurde von Erich Borgmann geführt – Hans Günter Borgmann zog damals auf die „grüne Wiese“ nach Grafenwald und konzentrierte sich mit Borgmann Baupart zunehmend auf das Großhandelsgeschäft. Klaus Schreiner war von Beginn an mit dabei und beriet als Außendienstler Handwerks- und Industriebetriebe in der Region.

Ende der 1990er- und Anfang der 2000er-Jahre vollzog sich erneut ein Wandel in der Branche, in dessen Rahmen Borgmann Baupart das Kerngeschäft mit Baubeschlägen zugunsten der Bauelemente und professionellen Werkzeuge verlagerte.

Tiefgreifende Änderungen in der Berufswelt erlebt

Doch der gelernte Groß- und Einzelhandelskaufmann erlebte nicht nur den Wandel der Branche, sondern auch tiefgreifende Änderungen in der Berufswelt. Anfangs noch mit Bleistift und Notizblock ausgestattet, war Mitte der 1970er-Jahre die Einführung von Taschenrechnern bereits eine wahre Revolution. Es folgten der Einsatz von Fax und EDV und schließlich die Digitalisierung kompletter Geschäftsprozesse.

Für Klaus Schreiner war es eine Selbstverständlichkeit, regelmäßig an Weiterbildungen teilzunehmen, um immer auf der Höhe der Zeit zu sein. „Ich hatte immer den Anspruch, meinen Kunden auf Augenhöhe zu begegnen. Dies ist mir bis heute gelungen“, sagt Klaus Schreiner. Sein eindrucksvolles Berufsleben zeigt aber auch, dass das Wissen von Fachkräften, bedingt durch den demografischen Wandel, künftig auch noch über das Rentenalter hinaus gefragt sein wird.

Ein Modell mit Zukunft

„Wenn sich wie bei uns Modelle finden lassen, dass jemand noch einige Jahre tageweise sein Wissen und seine Arbeitskraft zur Verfügung stellt, können Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen profitieren. Für uns als Baupart-Gruppe ist dies definitiv ein Modell mit Zukunft“, so Jan Gerd Borgmann abschließend.

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