Ein Lagerfeuer bringt die Generationen zusammen: Sponsoren überzeugen sich von der Abenteuerwoche und erfreuen sich an dem Spaß der Kinder. © Valerie Misz
Ferienfreizeit

Bei der Abenteuerwoche auf dem Rotthoffs Hof gab es viel zu entdecken

Nach zweijähriger Corona-Zwangspause hat das Team vom Rotthoffs Hof eine Neuauflage der beliebten Ferienfreizeit durchgeführt. Die Tiere auf dem Bauernhof waren der Höhepunkt für die Kinder.

Fünf Tage voller Spannung, Spiel und Spaß liegen hinter den knapp 20 Kindern, die ihre erste Herbstferienwoche auf dem Biobauernhof in Kirchhellen verbracht haben. Ein gemütliches Beisammensein am Lagerfeuer mit Marshmallows und Stockbrot war der krönende Abschluss, an dem auch Vertreter der Stiftungen teilnahmen, die diese Abenteuerwoche auch für einkommensschwache Familien ermöglichten.

Standortleitung Sabine Ridderskamp betont, wie wichtig dieses Angebot für Kinder und Familien ist: „Gerade nach der langen Zeit der pandemiebedingten Einschränkungen ist es wichtig, dass Kinder die Normalität im Spielen zurückgewinnen.“ Auch wenn sich anfängliche Zurückhaltung bemerkbar machte, war ersichtlich, wie viel die Kinder nachzuholen hatten. Da konnte auch das zunehmend regnerische Wetter die Stimmung nicht trüben.

Schlechtes Wetter macht den Kindern nichts aus

„Die Kinder sind alle mit Regenjacken und Gummistiefeln gegen das nasse Wetter gewappnet. Außerdem scheint es sie nicht im Geringsten zu stören, auch wenn wir kürzlich bei einem Ausritt von Starkregen überrascht wurden“, erzählt die heilpädagogische Mitarbeiterin Hanna Jaschek. Mit Unterstützung der Beschäftigten des Rotthoffs Hof hat sie das Programm auf die Beine gestellt. Für die Menschen mit Behinderung war die Abenteuerwoche und der Kontakt zu Kindern sowie Tieren eine große Bereicherung.

Gemeinschaftliche Aktionen waren genauso wichtig, wie die kreative Freiheit in den Aktivitäten der Kinder.

Von Montag bis Freitag stand alles im Zeichen des Bauernhofs und all seinen Facetten. Die Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren hatten insbesondere in der Zeit mit den Tieren Freude. Dazu gehörten auch tägliche Besuche bei den Hühnern, Schweinen und Therapiepferden. „Wir haben zusammen mit den Kindern die Tiere versorgt – nicht nur das Füttern, sondern auch das Ausmisten der Ställe“, erklärt Hanna Jaschek.

Die Tiere sind der Höhepunkt

Wenn man den sechsjährigen Jan fragt, was ihm besonders gefallen hat, kommt eine klare Antwort: „Die Hühner!“ Mit strahlendem Gesicht erzählt er, wie er die Legestelle stets auf frische Eier kontrolliert, bevor er auch schon wieder davonläuft – zu den Hühnern. Für die meisten Kinder waren aber die Pferde und der Ausritt sowie ein leichter Hindernisparcours der Höhepunkt. Hinzu kamen Naturbingo, Gruppenspiele und Kürbisse schnitzen.

Trotz allem ist die Pandemie weiterhin präsent: „Die Kinder sind alle getestet und die Mitarbeiter geimpft. Den Großteil der Zeit haben wir außerdem im Freien verbracht.“ Möglich war all das durch die Unterstützung zahlreicher Sponsoren: Sparkasse Bottrop, Vereinte Volksbank Dorsten, Ernst-Löchelt-Stiftung und die Bottroper Bürgerstiftung. „So hatten auch Kinder aus Familien mit niedrigem Einkommen die Möglichkeit, an der Abenteuerwoche teilzunehmen“, freut sich Sabine Ridderskamp.

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