„Wir haben die größte Größe ausgewählt, die ohne Baugenehmigung möglich war. So bietet sich viel Platz in dem Schrank, um die Tauschbörse zu eröffnen“, erklärte Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder bei der Freigabe des Bücherschranks mit Claudia Behrendt. © Aileen Kurkowiak
Bücherschrank

Bücherschrank in der Dorfmitte kann endlich genutzt werden

Schon im Herbst 2020 wurde der Bücherschrank am alten Marktplatz aufgestellt. Jetzt konnte er endlich durch die Bezirksvertretung und beteiligte Sponsoren feierlich freigegeben werden.

„Schon seit 2019 sprechen wir von diesem Projekt. Einst machte mich ein Kirchhellener darauf aufmerksam, dass Bücherschränke in anderen Ortsteilen meist sehr gut ankommen und fragte, ob das nicht auch etwas für uns wäre“, erklärte Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder.

„Die Bezirksvertretung war sich schnell einig und beschloss, auch für unser Dorf einen Bücherschrank zu realisieren. Bei der Umsetzung wurde es dann schwieriger. Es mussten Fragen nach der Größe, dem Standort und der Erstellung eines Bücherschranks geklärt werden. Sobald das alles geschafft und erledigt war, kam leider die Pandemie und damit einhergehende Verzögerungen dazwischen.“ Denn vielen Kirchhellenern fiel der leere Schrank am alten Marktplatz schon länger auf.

Finanziert wurde das Ganze aus bezirklichen Mitteln und gebaut von den Kirchhellener Unternehmen Markus Gertz Bauunternehmen und Fensterbau Grewer. Nun konnte der fertige und bisher nur leerstehende Bücherschrank nicht nur freigegeben, sondern auch erstmalig befüllt werden – vielen helfenden Händen und den Sponsoren sei Dank.

Revierkinder betreuen zukünftig den Bücherschrank

„Trotz der Verzögerung ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um mit dem Bücherschrank in die ersten schönen Herbsttage zu starten“, findet der Bezirksbürgermeister. Damit die Erstausstattung so einiges an vielfältigem Lesestoff hergibt, wurden Gelder vom Verfügungsfonds zur Förderung der Stadtteilarbeit in Bottrop zur Verfügung gestellt. „Solche Projekte bieten sich auch einfach gut an und die Stadtteilförderung ist zur Stelle, um die Initiatoren zu unterstützen“, erklärt die Quartierskoordinatorin Maike Dymarz.

Louis, Hendrik, Julien und Josephine (v.l.) von der Sekundarschule freuen sich über den kostenlosen Lesestoff im Austausch für bereits gelesene Bücher.
Louis, Hendrik, Julien und Josephine (v.l.) von der Sekundarschule freuen sich über den kostenlosen Lesestoff im Austausch für bereits gelesene Bücher. © Aileen Kurkowiak © Aileen Kurkowiak

Für die fortlaufende Pflege und Betreuung des Projekts sind dann die Revierkinder zur Stelle. Revierkinder ist ein freier Jugendhilfeträger, der individuelle und passgenaue Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien anbietet. Claudia Behrendt, Diplom-Sozialpädagogin und Leiterin der Revierkinder, übernimmt dann mit ihrer Institution die Verantwortung für den reibungslosen Ablauf. „Es ist für alle was dabei – Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene. Wir sorgen dafür, dass der Schrank ordentlich und gepflegt bleibt, bitten aber auch die Kirchhellener, sorgsam mit dem Bücherschrank umzugehen.“

Aktuell beschäftigt sich die Bezirksregierung schon mit der Möglichkeit, den Standort am alten Markt weiter aufzuwerten. Vorstellbar ist beispielsweise ein zusätzlicher Tisch, um einen Ort zum Verweilen zu schaffen. „Der Schrank ist groß genug, um vielleicht auch einen Tauschort für Spiele oder zur Nutzung von Gesellschaftsspielen vor Ort zu schaffen. Das verbessert zusätzlich die Aufenthaltsqualität im Dorfkern“, erklärt der Bezirksbürgermeister.

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